Besonders viel Regen im Februar Neues Sturmtief rollt in Niedersachsen an

Von dpa

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Moritz Frankenberg

Torfhaus. Viel Wind, viel Wasser, viele umgestürzte Bäume im Harz – und das nächste Sturmtief ist in Niedersachsen schon auf dem Weg.

In Niedersachsen und Bremen jagen sich die Sturmtiefs. Kaum ist «Yulia» abgezogen, müsse man sich am Dienstag auf die Auswirkungen von «Zehra» einstellen, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). An der Küste und im Harz werde es Böen der Stärke zehn mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern pro Stunde geben. Das neue Sturmtief bringe zudem weitere Niederschläge mit sich. 

Viel Regen im Februar

Schon jetzt sei der Februar in Niedersachsen besonders nass, sagte die DWD-Sprecherin. Die Niederschläge seien etwa doppelt so hoch wie im langjährigen Mittel. Das macht sich auch im Harz bemerkbar. Dort strömten am Montagvormittag pro Stunde insgesamt rund 230 000 Kubikmetern Wasser in die sechs großen Talsperren der Harzwasserwerke.

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Der Zulauf war damit zehnmal so hoch wie die Wasserabgabe in die Unterläufe der Flüsse. Die Stauseen, die Ende Januar nach dem bis dahin zu trockenen Winter im Schnitt fast halb leer waren, sind inzwischen wieder zu gut 70 Prozent gefüllt. Die Stauseen haben zusammen ein Fassungsvermögen von 182 Millionen Kubikmetern.

Die starken Niederschläge machen sich auch in der Weser bemerkbar. Am Montag wurde der Fährbetrieb in Großenwieden (Landkreis Hameln-Pyrmont) eingestellt. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, sei unklar, teilte die Kreisverwaltung mit.

Wälder bei Sturm meiden

In der Nacht zum Montag hatte «Yulia» vor allem im Harz zahlreiche Bäume umgeweht. Deswegen waren eine Reihe von Straßen gesperrt, darunter die B4 bei Torfhaus. Am Nordrand des Harzes wurde bei Schladen (Kreis Wolfenbüttel) ein Transporter von einer Windböe erfasst. Er landete im Straßengraben. Auf der B497 bei Schönhagen im Solling prallte ein Pkw gegen einen umgestürzten Baum.

Die Nationalparkverwaltung Harz und die Landesforsten hatten zuvor davor gewarnt, bei Sturm die Wälder zu betreten. In einem Wald bei Wernigerode im Ostharz war am Samstag eine 63 Jahre alte Frau aus dem Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen. Sie wurde von einem umstürzenden Baum getroffen.


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