Prozesse Streit um Mini-Haus: Stadt und Klägerin schließen Vergleich

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/ArchivEine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv
David Ebener/Archiv

Hannover. Im Rechtsstreit um den Standort für ein Mini-Haus haben die Bewohnerin und die Stadt Hannover einen Vergleich geschlossen.

Das teilte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Hannover am Mittwoch nach der Verhandlung mit. Die Frau hatte sich mit einer Klage dagegen gewehrt, dass ihr sogenanntes Little Home von einer öffentlichen Straße entfernt worden war. Es war ihr von einem Kölner Verein zur Verfügung gestellt worden, der seinem Internet-Auftritt zufolge „Obdachlosen ein Zuhause schenken“ will.

Zuvor hatte das Mini-Haus aus Spanplatten auf einem benachbarten Kirchengelände gestanden. Es war nach Gerichtsangaben auf die Straße gesetzt worden, weil die Frau sich weigerte, auf alternativ angebotene Grundstücke umzuziehen. Derzeit befindet sich das Little Home auf dem Bauhof der Stadt. Dort darf es gemäß der Einigung bis Ende Mai stehen bleiben, wie die Gerichtssprecherin sagte. Die Klägerin könne die Zeit nutzen, um einen geeigneten Stellplatz zu finden. „Sie ist dazu in Gesprächen.“ Der Vergleich könne allerdings bis Dienstag noch widerrufen werden, sagte die Sprecherin.

Das Verwaltungsgericht hatte bereits im Oktober einen Eilantrag der Frau gegen die Stadt abgelehnt. Sie wollte damals erreichen, dass ihr Haus weiterhin auf der Fahrbahn stehen bleiben darf. Das Gericht folgte aber der Auffassung der Stadt, dass dies die Verkehrssicherheit gefährdet. (Az. 7 A 4376/19)


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