Kriminalität Nach Brandanschlag prüft Bremer Polizei Bekennerschreiben

Von dpa

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/ArchivbildDas Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild
Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild

Bremen. Nach dem Brandanschlag auf ein Polizeirevier in Bremen prüfen die Ermittler ein anonymes Bekennerschreiben.

Das bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Das Schreiben wurde im Internet unter dem Titel „Solidarität mit Linksunten! Bullenwache in Flammen“ veröffentlicht. Die Verfasser nennen sich „autonome Gruppen“. Demnach war der Anschlag eine Antwort auf das Verbot der linksradikalen Internet-Plattform „Linksunten.Indymdedia“.

Das Bundesinnenministerium hatte das Portal 2017 nach Krawallen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg verboten. Auf der Plattform sei zu linksextremistischen Straftaten aufgerufen worden, hieß es zur Begründung. Über das Bekennerschreiben hatten zunächst lokale Medien berichtet.

Bei dem Anschlag auf die Polizeiwache in Bremen hatte ein Feuer die Eingangstür und Fassade des Gebäudes stark beschädigt. Der Staatsschutz prüft einen politisch motivierten Hintergrund. Nach dem Brand konnten die Räume des Reviers vorerst nicht benutzt werden. Die Polizei richtete eine mobile Wache ein.

Zum Verbot der Internet-Plattform „Linksunten.Indymdedia“ wurde für Mittwochnachmittag eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig erwartet. Mutmaßliche Mitglieder des Betreiberteams von „Linksunten.Indymedia“ hatten dagegen geklagt. Das Gericht entscheidet, ob das Vereinsverbot gegen das Internetportal rechtens ist.


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