Ernährung Barbara Otte-Kinast kritisiert Mindesthaltbarkeitsdatum

Von dpa

Barbara Otte-Kinast (CDU), Agrarministerin in Niedersachsen. Foto: Sina Schuldt/dpa/ArchivbildBarbara Otte-Kinast (CDU), Agrarministerin in Niedersachsen. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Hannover. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast will im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung das starre Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Prüfstand stellen.

Viele Menschen meinten, dass Lebensmittel nach diesem „Fixdatum“ nicht mehr essbar seien, kritisierte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Hannover. „Dem ist nicht so.“ Das sei ein politischer Prozess, es gebe aber noch nichts Konkretes, sagte sie am Rande der Vorstellung des Projektes „Lebensmittelwertschätzung in der Schulverpflegung“ an der Elsa-Brändström-Schule in Hannover.

Bei einer Podiumsdiskussion mit der Ministerin meinte eine Schülerin, es würden weniger Lebensmittel auch in der Schule weggeworfen, wenn das Essen besser schmecke. Auch fehle den Schülern manchmal die Zeit fürs Essen. Die Schüler forderten auch eine gesetzliche Regelung für Caterer, damit weniger verschwendet werde.

Bundesweit landen laut Ministerium jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, 1,7 Millionen Tonnen davon entfielen auf den Außer-Haus-Verzehr wie Restaurants oder auch die Schulverpflegung. Davon wiederum könnten 1,2 Millionen Tonnen vermieden werden.


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