Energie Siedlung kommt zu nahe: Windkraftanlage gesprengt

Von dpa

Der Turm der Windkraftanlage auf dem Kronsberg fällt kurz nach der Zündung. Foto: Lucas Bäuml/dpaDer Turm der Windkraftanlage auf dem Kronsberg fällt kurz nach der Zündung. Foto: Lucas Bäuml/dpa
Lucas Bäuml/dpa

Hannover. Fast 30 Jahre im Dienste der Windkraft sind mit einem großen Knall geendet: Eine der ältesten Windkraftanlagen Niedersachsens ist am Donnerstag gesprengt worden. Für die Anlage war der Pachtvertrag ausgelaufen und nicht erneuert worden, wie ein Sprecher des Betreibers Enercity sagte.

Fast 30 Jahre im Dienste der Windkraft sind mit einem großen Knall geendet: Eine der ältesten Windkraftanlagen Niedersachsens ist am Donnerstag gesprengt worden. Für die Anlage war der Pachtvertrag ausgelaufen und nicht erneuert worden, wie ein Sprecher des Betreibers Enercity sagte. Ein geplantes Wohngebiet wäre in der kommenden Zeit zu nahe an die Anlage herangekommen, dadurch hätte es künftig Probleme mit den Abstandsregelungen gegeben.

Nachdem die Rotorblätter und das Maschinenhaus schon im Vorfeld abgebaut wurden, wurde der 40 Meter hohe Turm aus Stahlbeton am Donnerstag um 14.57 Uhr per Sprengung umgelegt. Damit kann im Vergleich zu anderen Methoden wie etwa einer Abrissbirne vermieden werden, dass Bauschutt unkontrolliert verteilt wird, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Windkraftanlage der Herstellers Enercon war 1990 in Betrieb genommen worden und hat nach Angaben des Betreibers in der Zeit mehr als 12 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, was in etwa dem Jahresverbrauch von 5000 Privathaushalten in Hannover entspreche. Heutige Anlagen seien mit 120 Metern rund dreimal so hoch wie das gesprengte Windrad und würden über die zehnfache Leistung verfügen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN