Mitarbeiterin teilt gegen US-Regierung aus „Go home, Ami“ aus eigenen Reihen beschäftigt Europaministerium

Der Besuch von US-Minister Mike Pompeo bei Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Mitarbeiterin des Europaminisrteriums ziemlich aufgeregt. Foto: John MacDougall/AFPDer Besuch von US-Minister Mike Pompeo bei Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Mitarbeiterin des Europaminisrteriums ziemlich aufgeregt. Foto: John MacDougall/AFP
JOHN MACDOUGALL

Hannover. Das Europaministerium distanziert sich von antiamerikanische Parolen einer Mitarbeiterin.

Niedersachsens Europa- und Bundesministerium hat sich von US-kritischen Aussagen einer Mitarbeiterin der Pressestelle distanziert. Diese hatte sich im Internetnetzwerk Instagram gegen den Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo Anfang des Monats in Deutschland geäußert, daraufhin hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet. 

„We are not friends. Go home, @sexpompeo“ („Wir sind keine Freunde, Fahre nach Hause, Pompeo“) , schrieb die Mitarbeiterin zum Besuch. Die Botschaft des Landes in Berlin sehe aus wie ein „Gefängnis“ und empfahl „Zumachen!“. Zu US-Präsident Donald Trump heißt es: „Absolut nicht willkommen. Go home, Ami!“ 

Diese Aussagen „geben nicht die Haltung des Hauses oder der Ministerin wieder“, stellte ein Ministeriumssprecher gegenüber unserer Redaktion klar. Man habe die Angestellte gebeten, „sich zukünftig im Netz etwas zurückhaltender zu äußern“, erklärte ein Ministeriumssprecher. Allerdings stehe es jedem Mitarbeiter grundsätzlich frei, sich privat innerhalb der Vorgaben des Grundgesetzes zu äußern – auch abweichend von der Ministeriumsmeinung. Eine politische Mäßigungspflicht wie bei Beamten greift für die Angestellte, die sich gegenüber unserer Redaktion nicht zum Thema äußern wollte, nicht. Auch hat sie keine herausgehobene Stellung im Ministerium inne – die Mitarbeiterin erstellt in einer Halbtagsstelle den Pressespiegel des Hauses.


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