Wetter Goslar leidet am stärksten unter Schäden wegen Starkregens

Von dpa

Dunkle Wolken über dem Deich der Ems in Jemgum-Pogum. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/ArchivbildDunkle Wolken über dem Deich der Ems in Jemgum-Pogum. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Starkregen hat in den vergangenen Jahren in Niedersachsen und Bremen Sachschäden von mehr als 540 Millionen Euro verursacht. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung hervor, die der Deutsche Wetterdienst zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstellt hat. Demnach wurden zwischen 2002 und 2017 in beiden Bundesländern zusammen 1142 kurze und heftige Starkregenfälle mit knapp 128 000 Schäden an Wohngebäuden registriert.

In Relation am stärksten betroffen waren der Studie zufolge dabei die Bewohner von Goslar. Dort wurden im Durchschnitt 146 von 1000 Wohngebäuden beschädigt. Auch im Kreis Gifhorn (knapp 110), der Stadt Wilhelmshaven (109), den Landkreisen Helmstedt (107), Osnabrück (103) und Hildesheim (102 je 1000 Gebäude) gab es vergleichsweise viele Schäden durch vollgelaufene Keller, unterspülte Fundamente oder durchnässte Wände.

In Bremen (63) und Bremerhaven (21 je 1000) waren deutlich weniger Gebäude betroffen. Die in Relation wenigsten Schäden in Niedersachsen gab es in den Kreisen Wesermarsch (11), Ammerland (18) und Leer (20 je 1000 Gebäude).

Bundesweit entstanden zwischen 2002 und 2017 wegen Starkregens an Wohngebäuden 1,3 Millionen Schäden mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Milliarden Euro. Im Durchschnitt waren das rund 5300 Euro pro Schadensfall. Grundsätzlich muss sich Deutschland der Untersuchung zufolge künftig auf mehr extreme Wettersituationen wie Starkregen einstellen. Dabei könne jeder Ort betroffen sein.


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