Adressen auf linker Internetseite Niedersachsens AfD-Fraktion fühlt sich bedroht

Die AfD-Landesvorsitzende und Landtagsfraktionschefin Dana Guth. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpaDie AfD-Landesvorsitzende und Landtagsfraktionschefin Dana Guth. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Hannover. Die AfD in Niedersachsen beklagt vor dem Parteitag in Braunschweig zunehmende Bedrohungen.

Die AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag sieht sich zunehmenden Feindseligkeiten ausgesetzt. Fraktionschefin Dana Guth berichtete am Dienstag von einem Besuch des Landeskriminalamts in den Räumen der Fraktion. Grund seien die Veröffentlichung von persönlichen Adressdaten von Abgeordneten auf der linken Internetseite "Indymedia". Dabei sei auch dazu aufgerufen, die betroffenen Personen zu "besuchen".

Das Landeskriminalamt bestätigt einen Vorfall: Demnach habe ein anonymer Verfasser am vergangenen Sonntag die Anschriften von bundesweit rund 120 Kreis- und Landesgeschäftsstellen der AfD veröffentlicht, darunter auch die in Esens und Lohne. "Von polizeilicher Seite wurde ein Sensibilisierungsgespräch mit dem Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion bezüglich der Veröffentlichungen geführt", erklärte die Sprecherin auf Anfrage unserer Zeitung.

Guth beklagte auch Widerstände gegen den für Monatsende geplanten AfD-Bundesparteitag in Braunschweig. Zahlreiche Gruppen protestieren gegen die Veranstaltung in der Volkswagenhalle. Wegen des Namens hat der VW-Betriebsrat gefordert, den Hallennamen während des Parteitags zu verdecken. "Ich mache mir große Sorgen um die Sicherheit unserer Mitglieder", sagte Guth. Beim letzten AfD-Bundesparteitag in Niedersachsen hatte es 2017 in Hannover Verletzte gegeben. 


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