Halter wollte zum TÜV Fake-Streifenwagen in Celle beschlagnahmt

Von dpa

Symbolfoto: imago images/HMB-Media/Oliver MuellerSymbolfoto: imago images/HMB-Media/Oliver Mueller
(Symbolbild) imago images / HMB-Media/Oliver Mueller

Celle. Die Polizei in Celle hat einen Fake-Streifenwagen aus dem Verkehr gezogen, der unter anderem für Kindergeburtstage zu mieten war. Schon in der vergangenen Woche sei gegen den 33-jährigen Halter ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Amtsanmaßung eingeleitet worden, teilten die Beamten am Freitag mit. Mit seiner blau-silbernen Lackierung, der Aufschrift "Polizei" sowie der Blaulichtanlage auf dem Dach vermittele das Auto den Anschein, es handele sich um ein echtes Dienstfahrzeug. Weil der Opel Vectra am Donnerstag erneut unterwegs war, wurde der Wagen als Beweismittel beschlagnahmt und Strafanzeige gestellt.

Als die echten Beamten das falsche Polizeiauto anhielten, war dessen Blaulicht nicht in Betrieb. Auch die Aufschrift "Polizei" auf der Motorhaube war halb abgedeckt. Der Halter weist den Vorwurf zurück, er habe sich als Polizist ausgegeben. "Ich war auf dem Weg zum TÜV, um mir das abgeklemmte Blaulicht als Dach-Aufbau genehmigen zu lassen", sagte Oleksandr Shevchenko der dpa. Dies habe er vorher mit einem TÜV-Mitarbeiter besprochen. Die Polizei habe ihn vor einer Woche nicht vorgewarnt, dass er nicht mehr fahren dürfe.

Zur Abschreckung von Einbrechern

Die Polizeiwagen-Imitation sei ihm von einer Berliner Firma angeboten worden, die solche Autos für Filmproduktionen zur Verfügung stellt, erklärte der Leiter einer Kfz-Vermittlungsagentur in Celle. Er habe ihn als Mietwagen beim Gewerbeamt angemeldet. Seine Idee sei, ihn für Kindergeburtstage oder zur Abschreckung von Einbrechern zu vermieten. Am Mittwoch habe es die erste Kindergeburtstagsparty auf einem Privatgelände gegeben.


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