Zum Abschuss freigegeben Problemwolf könnte erwachsenes Rind gerissen haben

Von lni

Symbolfoto: Carsten Rehder/dpaSymbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Sonnenborstel. Der zum Abschuss freigegebene Problemwolf im Landkreis Nienburg könnte gemeinsam mit seinem Rudel ein zwei Jahre altes Rind gerissen haben.

DNA-Proben seien wie üblich bei einem Nutztierriss zur Untersuchung eingeschickt worden, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Umweltministeriums. Wie die Zeitung "Die Harke" (Freitagausgabe) berichtete, hatte ein Landwirt das tote, halb aufgefressene Rind am Mittwochabend auf der Weide entdeckt. Die anderen ein- und zweijährigen Rinder der Herde seien unverletzt geblieben.

Der Rodewalder Wolfsrüde wird seit Anfang Januar gesucht. Er wurde zum Abschuss freigegeben, weil er wolfsabweisende Zäune überwunden und Rinder in einer Herde angegriffen hatte. Es wird vermutet, dass er diese problematischen Jagdtechniken an seine Nachkommen weitergibt.

Der Naturschutzbund (Nabu) und andere Wolfsschützer halten die Begründung der Abschussgenehmigung für falsch und kritisieren, dass sie immer wieder verlängert wird. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Wölfe auch größere Tiere angreifen. Daher müsse verstärkt in wolfsabweisende Zäune investiert werden. Wölfe sind artenschutzrechtlich streng geschützt.


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