Schwangere sollen in andere Kliniken Hebammen fehlen: Emder Kreißsaal schließt an Wochenenden

Von dpa

Schwangere müssen in der Zeit, in der der Emdener Kreißsaal geschlossen ist, in die Kliniken nach Aurich oder Leer fahren. Symbolfoto: dpaSchwangere müssen in der Zeit, in der der Emdener Kreißsaal geschlossen ist, in die Kliniken nach Aurich oder Leer fahren. Symbolfoto: dpa
dpa/ Jens Kalaene

Emden. Schwangere Frauen in Emden und Umgebung können an Wochenenden ihre Kinder nicht mehr im Klinikum Emden bekommen. Grund seien zwei fehlende Hebammen.

Der Kreißsaal wird ab sofort freitags von 17 Uhr an bis Montagfrüh um 6 Uhr geschlossen. Grund seien zwei fehlende Hebammen, sagte eine Sprecherin des Hans-Susemihl-Krankenhauses am Freitag. Danach sollen werdende Mütter zu den Kliniken nach Aurich oder Leer ausweichen. Bei durchschnittlich ein bis drei Geburten an Wochenenden in Emden sei dies machbar, begründete das Emder Krankenhaus die Entscheidung.

Das Krankenhaus Emden arbeitet nach weiteren Angaben mit Hochdruck daran, die offenen Stellen zu besetzen. Dies sei aber angesichts des bundesweiten Mangels an Hebammen nicht abzusehen. Seit mehreren Jahren ist auch die Geburtsstation in Norden geschlossen, seit Anfang des Jahres auch die in Wittmund.


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