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Gesunkener Traditionssegler Bergung der „Seute Deern" verzögert sich leicht

Von dpa

Mitarbeiter einer Bergungsfirma stehen vor dem historischen Segelschiff "Seute Deern", das nach einem Wassereinbruch auf dem Grund des Hafenbeckens liegt und jetzt gehoben werden soll. Foto: dpaMitarbeiter einer Bergungsfirma stehen vor dem historischen Segelschiff "Seute Deern", das nach einem Wassereinbruch auf dem Grund des Hafenbeckens liegt und jetzt gehoben werden soll. Foto: dpa

Bremerhaven. Die Bergung des gesunkenen Museumsschiffs „Seute Deern" in Bremerhaven hat sich am Samstag leicht verzögert. Gegen 15 Uhr soll mit dem Abpumpen von Wasser aus dem Rumpf des Traditionsseglers begonnen werden, wie Thomas Joppig, Pressesprecher des Deutschen Schifffahrtsmuseums, sagte. Ursprünglich sollte damit eine Stunde früher angefangen werden.

Zuvor mussten Taucher Kanäle unter das Schiff spülen und dort Leinen durchschieben, damit daran Luftsäcke befestigt werden können. Dieser Prozess habe etwas länger gedauert als geplant, erklärte der Projektleiter für die Sanierung der „Seute Deern", Lars Kröger. Damit das alte Schiff bei der Hebung stabil bleibt, sind 20 Luftsäcke rechts und links am Rumpf befestigt worden. Indem Wasser aus dem Rumpf abgepumpt wird, soll das Schiff Auftrieb bekommen. Wegen der technisch schwierigen Vorarbeiten hatte sich die Hebung zuvor einige Male verzögert. 

Wahrzeichen von Bremerhaven

Der Dreimaster gilt als Wahrzeichen von Bremerhaven. Er wird als Restaurant genutzt und gehört zu den wichtigsten Schaustücken des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Doch zugleich ist die "Seute Deern" ein Sorgenkind. Schon vor dem Unfall wurde sie nur mit Pumpen flott gehalten. Dem Holzrumpf fehlt seit dem Stapellauf 1919 in den USA ein Metallbeschlag, der ihn dauerhaft wasserdicht machen würde.

Sanierungsplanung pausiert

Eigentlich soll die Bark saniert werden. Dafür haben der Bund, das Bundesland Bremen und die Stadt Bremerhaven 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Doch darüber kann erst entschieden werden, wenn der jetzige Notfall behoben ist. Bei den Planungen für die Sanierung sei derzeit "die Pause-Taste gedrückt", sagte Projektleiter Lars Kröger vom Schifffahrtsmuseum. Für die Hebung musste kurzfristig eine weitere Million Euro aufgetrieben werden.

Muss die "Seute Deern" abgewrackt werden?

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die "Seute Deern" abgewrackt werden muss. Allerdings hoffen das Museum und die Stadt Bremerhaven darauf, sie zu erhalten. "Das Schiff ist Teil der Seele unserer Stadt", sagte Andree Krakow, ein technischer Berater bei der Beratung.


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