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Strecke Osnabrück – Bremen bis Donnerstag gesperrt Autofahrer stirbt bei Kollision mit Nordwestbahn in Vechta

Am Mittwochmorgen ist ein Autofahrer bei einem Unfall mit einer Nordwestbahn in Vechta ums Leben gekommen. Der Mercedesfahrer hatte die nahende Bahn an einem Bahnübergang offenbar übersehen. Foto: NWM-TVAm Mittwochmorgen ist ein Autofahrer bei einem Unfall mit einer Nordwestbahn in Vechta ums Leben gekommen. Der Mercedesfahrer hatte die nahende Bahn an einem Bahnübergang offenbar übersehen. Foto: NWM-TV 

Vechta. Am Mittwochmorgen ist ein Autofahrer bei einem Unfall mit einer Nordwestbahn in Vechta ums Leben gekommen. Der 46-Jährige hatte die nahende Bahn an einem Bahnübergang offenbar übersehen.

Nach Angaben der Polizei fuhr der Fahrer eines Mercedes gegen 8.32 Uhr auf dem Koetterweg in Richtung Hagenstraße. Aus bislang unbekannter Ursache übersah er an dem unbeschrankten Bahnübergang offenbar einen aus Richtung Lohne herannahenden Zug der Nordwestbahn. Der Zug erfasste den Mercedes und schleuderte ihn in den Graben.

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Das Auto geriet nach dem Unfall in Brand. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Der Lokführer und die 30 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt, teilte die Polizei mit.

Unfallort und Bahnstrecke sind derzeit voll gesperrt. Wie die Nordwestbahn mitteilt ist davon die Bahnstrecke von Osnabrück nach Bremen betroffen.

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Nach Angaben der Nordwestbahn bleibt die RB 58 bis voraussichtlich einschließlich Donnerstag, 12. September, gesperrt.

Ein Schienenersatzverkehr wurde zwischen Lohne und Delmenhorst eingerichtet. Die Nordwestbahn empfiehlt Reisenden, in Delmenhorst bzw. Bremen die RS 3 bzw. RS 4 der Regio-S-Bahn zu nutzen.

Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 180.000 Euro.

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Immer wieder Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen

In den vergangenen Jahren war es in der Region wiederholt zu Kollisionen mit Zügen gekommen – zumeist an unbeschrankten Bahnübergängen. Im August dieses Jahres erfasste eine Nordwestbahn einen Autoanhänger in Melle, niemand wurde verletzt. Im Mai dieses Jahres erfasste eine Eurobahn ein Straßenreingungsfahrzeug in Osnabrück und schleifte dieses 150 Meter weit mit. Der Lkw-Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. 

Im August 2017 starb ein 76-Jähriger bei einem Unfall mit einer Nordwestbahn in Rieste, seine Frau wurde schwer verletzt. Anfang 2017 starb eine Autofahrerin in Lübbecke bei einer Zusammenstoß mit einer Eurobahn. Im Mai 2015 starben zwei Menschen in einer Westfalenbahn, als diese auf einem Bahnübergang mit einem Güllefass kollidierte. Der Treckerfahrer wurde später zu zehn Monaten Gefängnis, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt.

Zwei Menschen starben 2015 bei dem Unglück in Ibbenbüren, 13 wurden verletzt. Archivfoto: Jörn Martens


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