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Flieger erinnern an Luftbrücke "Rosinenbomber" fliegen über Ganderkesee

"Rosinenbomber" überfliegen den Segelflugplatz auf der Großen Höhe in Ganderkesee. Foto: Jochen Klein/ Möwenblick.de"Rosinenbomber" überfliegen den Segelflugplatz auf der Großen Höhe in Ganderkesee. Foto: Jochen Klein/ Möwenblick.de

Ganderkesee/Delmenhorst. Eine kleine Luftflotte betagter "Rosinenbomber" ist am Donnerstag in Erbenheim bei Wiesbaden zu mehreren Zielorten in Norddeutschland gestartet. Bei bestem Flugwetter wurden mehrere der fliegenden Oldtimer gegen Mittag auch über Ganderkesee und Delmenhorst gesichtet.

Auf ihrem Weg nach Faßberg zum dortigen Fliegerhorst der Bundeswehr begleitete der Ganderkeseer Flieger Jochen Klein die Maschinen ein Stück und lichtete dabei zwei der insgesamt acht Maschinen über der Großen Höhe kurz unterhalb des Segelflugplatzes ab. Rund 20 „Rosinenbomber“ sind noch bis Montag, 17. Juni, anlässlich der Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum der Berliner Luftbrücke im deutschen Luftraum unterwegs. Organisator ist der Förderverein Luftbrücke Berlin 70.

Propellerflugzeuge sollten am Mittwoch starten

Die "Rosinenbomber" waren nach Bundeswehr-Angaben unterwegs zu Landeplätzen im schleswig-holsteinischen Jagel und Nordholz-Spieka (bei Cuxhaven) und wurden gegen 16 Uhr in Faßberg erwartet.

Foto: Philipp Schulze/dpa

Die Propellerflugzeuge vom Typ DC-3 sollten ursprünglich am Mittwoch starten, mussten dann aber wegen schlechter Wetterverhältnisse am Boden bleiben. Nur eine Maschine hatte es bis zum Militärflugplatz Faßberg geschafft, während zwei weitere in Nordholz-Spieka landeten. Die Maschinen erinnern an die Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren, bei der die angeflogenen Orte eine wichtige Rolle spielten.

Eine Historische Douglas DC-3 (l) auch bekannt als "Rosinenbomber" steht kurz nach ihrer Landung auf dem Gelände des Fliegerhorstes Faßberg der Bundeswehr. In Gedenken an die Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren wurden Flugzeuge vom Typ DC-3, auch "Rosinenbomber" genannt, aus verschiedenen Ländern eingeflogen. Foto: Philipp Schulze/dpa

Süßigkeiten für Kinder abgeworfen

Am Vortag war bereits Gail Halvorsen in Faßberg eingetroffen. Der heute 98 Jahre alte US-Pilot warf während der sowjetischen Blockade West-Berlins Süßigkeiten für die Kinder ab und wurde als erster "candy bomber" Symbol für die Hilfsaktion.

Nachdem die Sowjetunion Straßen, Schienen und Wasserwege hatte sperren und den Strom abschalten lassen, versorgten Briten und Amerikaner von Juni 1948 an mit mehr als 270 000 Flügen die damals mehr als zwei Millionen Einwohner West-Berlins etwa mit Lebensmitteln und Kohle. Die DC-3, die als Militärversion C-47 heißt, spielte dabei eine zentrale Rolle. In Faßberg ist für Freitag ein Festakt geplant.

(Mit dpa)


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