Festivalsommer In Niedersachsen gibt's im Sommer ordentlich auf die Ohren

Von dpa

Foto: dpa/Daniel ReinhardtFoto: dpa/Daniel Reinhardt

Hannover/Bremen. Unter freiem Himmel sind Rockkonzerte besonders schön. Der Festivalsommer in Niedersachsen bietet jede Menge Musik. Die Trends: Es darf auch bequemer sein; Kultur gehört dazu.

Der Schlafsack liegt bereit, das Bier ist kalt? Mit dem Sommer beginnt auch in Niedersachsen die Saison der Open-Air-Festivals. Von Rock über Pop bis Elektro gibt es für jeden Geschmack Konzerte unter freiem Himmel. Das weite Land zwischen Nordseeküste und Harz bietet Platz, sich für einen oder mehrere Tage auszutoben. Je nach norddeutschem Wetter ist dabei Sonnenbrand oder Schlammschlacht angesagt.

Den Auftakt macht am Samstag (1.6.) das HöpenAir in Schneverdingen in der Lüneburger Heide. 4000 Zuhörer werden erwartet, und es spielen Bands mit so klangvollen Namen wie Die toten Ärzte.

Zu den großen Rockfestivals der Republik zählt das Hurricane, bei dem jedes Jahr mehr als 60.000 Fans die kleine Gemeinde Scheeßel überrennen. Auf den Bühnen der Sandrennbahn Eichenring spielen vom 21. bis 23. Juni die Toten Hosen, Mumford & Sons und die Foo Fighters. Wie jedes Jahr teilt sich das Hurricane die Acts mit dem zeitgleich stattfindenden Southside Festival tief im Süden in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg.

Ebenso riesig ist mittlerweile das Deichbrand Festival auf einem Flugfeld bei Cuxhaven an der Nordsee. Für die Hamburger Hiphopper Fettes Brot ist es ein Heimspiel. Außerdem stehen vom 18. bis 21. Juli Thirty Seconds to Mars und The Chemical Brothers auf den Bühnen.

Solche großen Festivals setzen seit einiger Zeit darauf, auch Wohnwagen, feste Zelte oder Hütten anzubieten, um mehr Komfort zu bieten. Nachhaltigkeit und Müllvermeidung werden ebenfalls wichtiger für die Feste, bei denen Zehntausende sich in Zeltstädten amüsieren.

Bei Hildesheim auf dem Flughafen Drispenstedt steigt am 10. und 11. August das M'era Luna. Bei dem Festival für etwa 20.000 Besucher werden Subway to Sally und VNV Nation spielen.

Familienfreundlich gibt sich das A Summer's Tale in Luhmühlen in der Lüneburger Heide, wo vom 1. bis 8. August 10.000 Menschen erwartet werden. Neben Musik von den Goldenen Zitronen und der Sängerin ZAZ gibt es Lesungen mit Literaturstars wie Ronja von Rönne. Nahtlos geht es in Luhmühlen mit dem Elbenwald Festival (8. bis 10. August) weiter.

Auf eine Mischung aus Musik und Kultur setzt auch das Watt en Schlick Fest vom 2. bis 4. August in Varel direkt am Nordseestrand. Dort wird zum Beispiel der Berliner Schauspieler Lars Eidinger auftreten. Das Appletree Garden (1. bis 3. August) in Diepholz für 5500 Besucher ist schon ausverkauft. Mit Rock, Punk und Metal auf der Kuhweide wirbt das ehrenamtlich organisierte Let the Bad Times Roll Rockfestival am 21./22. Juni in Krummhörn in Ostfriesland. Auf alles Schottisch-Irisch-Keltische setzt das Celtic Kingdom Festival am 9. und 10. August in Bremen. Eine Woche später geht es in Bremen im Rhododendron-Park mit dem Horn To Be Wild Festival (16./17. August) weiter.

Nicht alle Musikfeste in Niedersachsen sind mehrtägig. Man kann es sich für einen Tag auch bei Festivals in Braunschweig (8.6.), Ritterhude und Hannover (15.6.), Springe (27.8.) oder Worpswede (31.8.) gut gehen lassen. Doch beim Rock'N'Booze Open Air in Bückeburg (8.6.) legt schon der Name nahe, dass man den Wagen hinterher besser stehen lässt und den Schlafsack griffbereit hat.

Zu Ende geht der lange harte Festivalsommer in Niedersachsen mit dem Steamfest in Papenburg an der Ems am 14. und 15. September.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN