Unter der Oberfläche Warum ist ein Moorbrand so schwer zu löschen?

Von dpa und Harry de Winter

Moorbrand in Esterwegen. Foto: Feuerwehr/Samtgemeinde NordhümmlingMoorbrand in Esterwegen. Foto: Feuerwehr/Samtgemeinde Nordhümmling

Meppen. Die Besonderheit bei einem Moorbrand ist, dass das Feuer bis tief in das Erdreich eindringen und weiter schwelen kann.

Die Bekämpfung eines Moorbrandes ist besonders schwierig, weil der Brand sich nicht von oben nach unten ausdehnt, sondern auch unter der Oberfläche wüten kann. Es ist kompliziert, hier gezielt mit Wasser an den Brandherd zu kommen. Große Flammen gibt es in der Regel nicht, nur starke Rauchentwicklungen können vorkommen. 

An Stellen, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, kann es unter der Oberfläche zu Brandherden kommen. Zur Bekämpfung von Bränden im Moorgelände sind die Feuerwehren der Region zumeist mit Fahrzeugen mit breiten Reifen ausgestattet, die die Flächen befahren können. Ein Wetterumschwung mit üppigem Regen kann aus Expertensicht dazu beitragen, den Brand zu ersticken. Es müsste aber langanhaltend regnen, damit alle Glutnester erstickt werden.

Grafik: dpa

Schwierig wird es auch, wenn es sich um ein entwässertes Moor handelt – wie im vergangenen Jahr in Meppen. Der Wasserstand wurde dort wie in weiten Teilen des Emslands stark abgesenkt, um die Flächen vor allem landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Dazu kommt, dass nach dem heißen und trockenen Sommer die oberen Torfschichten vollkommen ausgetrocknet waren.  


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