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Endgültige Entscheidung Otto in Hoppel-Pose – Emden bekommt neue Fußgängerampeln

Emden bekommt vier Fußgänger-Ampen mit Otto in Hoppel-Pose (links). Foto: dpa/Otto WaalkesEmden bekommt vier Fußgänger-Ampen mit Otto in Hoppel-Pose (links). Foto: dpa/Otto Waalkes

Emden. Als eine Hommage an ihren Ehrenbürger widmet die ostfriesische Stadt Emden Komiker Otto Waalkes vier Fußgängerampeln. Juristische Hürden hatten die Entscheidung jedoch erschwert.

Der Komiker Otto Waalkes (70) wird in seiner Heimatstadt Emden bald auf vier Fußgängerampeln zu sehen sein – in seiner typischen Hüpfpose. Der Rat der Stadt Emden hat dafür jetzt grünes Licht gegeben. Die Entscheidung fiel einstimmig, wie ein Sprecher der Stadt sagte. "Otto ist ein wichtiger Mann für Emden, er trägt dazu bei, dass viele Touristen nach Emden kommen."

Rund um das Otto-Huus am Rathausplatz sollen vier Fußgängerampeln umgerüstet werden, hatte zuvot die "Ostfriesen-Zeitung" berichtet. Die neuen Ampellichter sollen jedoch nur eine der vier Formen zeigen, die der gebürtige Emder selbst entworfen hat: Otto in berühmter Hoppel-Pose. 

Ursprünglich waren in der ostfriesischen Stadt auch Ottos berühmte Rüsseltiere ("Ottifanten") als Ampelmotiv im Gespräch gewesen, sowohl für Rot- als auch für Grünlichtphasen.

Das Emder Rathaus. Foto: imago images/stock&people

Sorge: Ampeln könnten missverstanden werden

Seit rund fünf Wochen war über die Ampeln diskutiert worden. Die Verwaltung hatte Sicherheitsbedenken geäußert, weil die neuen Ampeln nicht der vorgeschriebenen Norm entsprechen. Die bundesweit geltende Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass Fußgängerampeln bei Rotlicht ein stehendes Männchen zeigen und bei Grünlicht ein schreitendes. Vor einem Jahr war ein ähnlicher Vorstoß der Stadt an der Straßenverkehrsordnung (StVO) gescheitert. "Die Rechtslage erlaubt allein menschliche Symbole, aber keine tierischen Embleme", kommentierte Stadtsprecher Jens Gerdes den damaligen Fehlschlag.

10.000 Euro Gesamtkosten – von Otto mitgesponsert

Die neuen Ampeln sollen je rund 2500 Euro kosten. Gegenüber "NDR 1 Niedersachsen" hat Otto zugesichert, sich großzügig an den Kosten zu beteiligen. Wann die neuen Ampeln aufgestellt werden, steht noch nicht fest.

Auf Facebook freute sich der Komiker über die Otto-Ampeln und scherzt über eine verkehrserzieherische Wirkung seiner Motive: 

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist überzeugt, dass sich Einwohner und Touristen über Ottifanten-Ampeln freuen werden: "Warum also nicht, wenn es geht?" Der Zweck einer Ampel werde durch die Otto-Figuren nicht beeinträchtigt und andere Städte haben ähnliche Ideen umgesetzt. 

So gibt es bereits Ampeln mit Mainzelmännchen-Motiven in Mainz und Bad Zwischenahn. In Hameln soll eine Rattenfänger-Ampel aufleuchten – wenn auch nur bei Grün. Und in Bergkamen (Nordrhein-Westfalen) sollen bald Bergmänner und Römer die Fußgänger stoppen.

Kuriose Ampelmännchen in aller Welt


(mit dpa)


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