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Blockierte Rettungswege Feuer im Venn bei Bad Bentheim und Gildehaus größtenteils gelöscht

Im Venn bei Bad Bentheim ist am Ostersonntag ein Feuer ausgebrochen. Foto: Festim BeqiriIm Venn bei Bad Bentheim ist am Ostersonntag ein Feuer ausgebrochen. Foto: Festim Beqiri 

Osnabrück. Die Feuerwehr hat den Großbrand im Gildehauser Venn in der Nacht zu Montag offenbar unter Kontrolle bekommen. Die Arbeiten in dem unwegsamen Gelände dauern an. Rettungskräfte beklagen von Schaulustigen blockierte Zufahrtswege.

Der Brand im Gildehauser Venn scheint am Montagmorgen unter Kontrolle zu sein. Feuerschein und große Rauchwolken sind nicht mehr über dem Naturschutzgebiet zu erkennen.

Am Sonntagabend waren auch aus großer Entfernung zwei große Brände zu erkennen. Bis drei Uhr in der Nacht kämpften 350 Einsatzkräfte gegen den Brand an. Um zu verhindern, dass das Feuer sich über das Gildehauser Venn hinaus ausbreitete, bildeten die Feuerwehrleute eine sogenannte Riegelstellung. In der Dunkelheit war es den Feuerwehrleuten kaum möglich, direkt zu den Brandherden im Venngebiet vorzudringen. Aus der Luft kontrollierte in der Nacht ein Hubschrauber der Polizei die Umgebung des Brandes. Mit dem massiven Einsatz von Wasser konnte verhindert werden, dass das angrenzende Gut Vennloh und ein Nadelwald in Gefahr gerieten. Mit bis auf 500 Meter kam der Brand dem Gut Vennloh bedrohlich nahe.

Größter Brand seit 20 Jahren

Bad Bentheims Bürgermeister Volker Pannen, der selbst als Feuerwehrmann vor Ort war, dankte seinen Kameraden für ihren Einsatz: „Bei einem in der Ausbreitung seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr da gewesenen Brand hätte nicht nur für das Gut Vennloh, sehr leicht Schlimmeres geschehen können.“ Pannen spricht vom größten Brand im Gildehauser Venn seit 20 Jahren. Die Flammen loderten auf einer Fläche von etwa 30 Hektar. Am Montagmorgen waren der Feuerwehr noch zwei kleinere Glutnester bekannt.

Wehrleute aus der Obergrafschaft kontrollieren das Gebiet ständig, um ein erneutes entfachen der Flammen im Keim zu ersticken. Die vielen weiteren eingesetzten Einsatzkräfte aus der gesamten Grafschaft, aus Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden konnten inzwischen abrücken. Warum das Feuer ausbrach, und welchen Schaden es in der Natur hinterlassen hat, ist noch unbekannt. Nach ersten Angaben brach der Brand entlang eines Wanderweges aus. Feuerwehrleute und die Betreiber des Gut Vennloh beklagten sich über eine Art Katastrophentourismus am Sonntagabend. Zahlreiche Autos und Schaulustige blockierten die Zufahrtswege der Feuerwehr. Polizei und Straßenmeisterei riegelten die Straßen am späten Sonntagabend ab.

Aufgrund des Feuers waren die Osterfeuer in Gildehaus und Band Bentheim abgesagt worden. 

Bereits am Ostersamstag hatte es in der Grafschaft gebrannt: Ein Torf und ein Stapel Paletten waren in Georgsdorf in Brand geraten.


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