Dritte Ausschreibung läuft Niedersachsens Polizei wartet weiter auf schusssichere Helme

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Im Jahr 2017 posierte diese Polizistin in der Polizeidirektion Hannover mit einem zu Testzwecken angeschafften Helm. Die Anschaffung zieht sich seitdem hin. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaIm Jahr 2017 posierte diese Polizistin in der Polizeidirektion Hannover mit einem zu Testzwecken angeschafften Helm. Die Anschaffung zieht sich seitdem hin. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover . Seit knapp zwei Jahren wartet Niedersachsens Polizei auf die Ausstattung mit schusssicheren Helme. Nun könnte es in den nächsten Monaten zur Lieferung kommen.

Die Ausstattung der Landespolizei mit schusssicheren Helmen lässt weiter auf sich warten. Das Innenministerium in Hannover erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass eine Auftragsvergabe im zweiten Quartal dieses Jahres vorgesehen sei. Man hoffe sehr, dass die Lieferung noch in diesem Jahr erfolgen könne, sagte eine Sprecherin. 

Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte die Anschaffung so genannter „First-Response-Helmen“ ursprünglich im April 2017 bei der Übergabe von zunächst 40 Helmen in Hannover angekündigt. Allerdings scheiterten zwei Vergabeverfahren durch das zuständige Logistikzentrum Niedersachsen (LZN) an Beschwerden eines Herstellers. Derzeit läuft die dritte Ausschreibung.

Grund der Verzögerung: Das LZN hatte nach Informationen unserer Redaktion ein Höchstgewicht von 1,7 Kilogramm vorgeschrieben, nachdem Beamte beim Testtragen schwerer Titan-Helme von Nackenschmerzen und Zerrungen berichtet hatten. Der Anbieter dieser schweren Helme, der auch zahlreiche andere Landespolizeien ausstattet, klagte daraufhin erfolgreich gegen die Ausschreibung. Das Innenministerium will das nicht kommentieren – zu laufenden Vergaben wolle man keine Angaben machen.

Die Aufrüstung der Polizei ist eine Folge der terroristischen Bedrohung. Die neuen Helme sollen auch großkalibrigen Waffen standhalten und die Ausrüstung mit stabileren Plattenträger-Schutzwesten ergänzen. Für die Helme stehen derzeit 3 Millionen Euro zur Verfügung.  


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