Niedersachsen und Schleswig-Holstein Zwei Wölfe im Norden zum Abschuss freigegeben worden

Ein Wolf. Foto: Julian Stratenschulte/dpaEin Wolf. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Osnabrück. Die Behörden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben jeweils einen Wolf zum Abschuss freigegeben. Das wurde am Donnerstag bekannt.

Demnach hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bereits seit gut einer Woche eine entsprechende Genehmigung erteilt, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Der Rüde aus dem sogenannten „Rodewalder Rudel“ soll mehrfach Rinder gerissen haben. Wer nun den Wolf erschießen soll, ist unklar. Bereits 2016 war ein als „Kurti“ bekannt gewordener Problemwolf auf Anweisung der Landesregierung erschossen worden. 

In Schleswig-Holstein soll darüber hinaus eines der bislang zwei im Bundesland ansässigen Raubtiere getötet werden. Das Tier soll mehrfach im Kreis Pinneberg Zäune überwunden und Schafe gerissen haben. Die Abschussgenehmigung gilt zunächst für vier Wochen. „Es ist aber kein Selbstläufer, dass es auch zur Entnahme kommt", sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne). 

Wölfe gelten als streng geschützt. Nur unter bestimmten Voraussetzungen – etwa wenn sie mehrfach nachweislich Zäune überwunden und Nutztiere angegriffen haben – dürfen sie getötet werden. Landwirte fordern seit längerem ein konsequenteres Vorgehen gegen die Raubtiere.

 Nach Angaben des Bauernverbandes töteten Wölfe 2018 etwa 1360 Nutztiere in fünf Bundesländern – darunter Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der Verband schätzt die Zahl der in Deutschland mittlerweile wieder lebenden Wölfe auf 1300.  (Weiterlesen: Bauernverband: Zahl der Wolfsrisse stark gestiegen)


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