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Tödlicher Unfall in Diepholz Überfrierende Nässe sorgt für glatte Straßen in Niedersachsen

Meike Baars und Kristina Müller

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Autofahrer müssen am Dienstag auch im Flachland mit glatten Straßen rechnen. Foto: dpaAutofahrer müssen am Dienstag auch im Flachland mit glatten Straßen rechnen. Foto: dpa 

Osnabrück. Autofahrer haben sich am Dienstagmorgen auf gefährlich glatte Straßen einstellen müssen. Vielerorts kam es zu Unfällen: In Diepholz starb ein Autofahrer nach einem Zusammenstoß.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Dienstagmorgen vor Glätte durch überfrierende Nässe gewarnt. Es könne zudem geringfügig schneien. Bei Temperaturen zwischen null und minus zwei Grad sei es bis ins Flachland glatt, teilte der DWD mit. Die Glättewarnung gilt für Gesamtdeutschland. 

Vielerorts Glätteunfälle

Bei einem Unfall in den frühen Morgenstunden wurde auf der Ortsumgehung Diepholz (B 51) ein 54-jähriger Autofahrer aus Brockum tödlich verletzt. Gegen 5.20 Uhr fuhr der Mann die Ortsumgehung in Richtung Norden entlang. Zur gleichen Zeit war ein 27-Jähriger mit seinem Wagen in Richtung Süden auf der Ortsumgehung unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache prallten beide Autos frontal ineinander, teilt die Polizei mit. Der 54-Jährige musste von der Feuerwehr aus seinem Wagen befreit werden und verstarb noch an der Unfallstelle an seinen Verletzungen. Der schwer verletzte 27-Jährige Lohner wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

In Nordrhein-Westfalen kam es ebenfalls vielerorts zu Unfällen. Nach einem Glätteunfall bei Coesfeld ist die Autobahn 31 in Richtung Gronau komplett gesperrt worden, teilte die Polizei mit. Auch auf der A31 in Höhe Lembeck habe es einen Unfall wegen der Witterung gegeben. Hier sei eine Spur in Richtung Gronau gesperrt worden. 

Auch im Landkreis Oldenburg sorgte die Glätte für Unfälle: In Wildeshausen kam eine Frau in der Nacht gegen 2 Uhr auf vereister und winterglatter Straße von der Straße ab. Wie die Polizei mitteilte, fuhr die 22-Jährige aus Hatten die Glaner Straße in Richtung Huntlosen entlang und geriet mit ihrem Wagen in einer Rechtskurve ins Schleudern, überschlug sich mehrfach und prallte gegen einen Baum. Ihr Auto kam auf der Seite liegend zum Stehen. Die Frau verletzte sich bei dem Unfall leicht, konnte sich aber selbständig aus ihrem Auto befreien. Der Wagen musste abgeschleppt werden, der entstandene Schaden am Auto wurde auf 3.500 Euro geschätzt. 

Rad- und Fußgängerwege besonders glatt

Im Landkreis Osnabrück wurden bei Unfällen auf glatten Straßen zwei Personen leicht verletzt. In der Stadt Osnabrück waren vor allem Radfahrer und Fußgänger von der Glätte betroffen. Laut Polizei sei eine 65-jährige Frau gestürzt und habe sich leicht verletzt. Auch eine 82-jährige Seniorin ist am Dienstagmorgen gegen 09.44 Uhr auf der Werner-von-Siemens-Straße mit ihrem E-Bike auf der winterglatten Straße gestürzt und verletzte sich schwer.

Dass die Rad- und Fußwege im Gegensatz zu den Straßen nicht gestreut wurden, darüber ärgerte sich die Leiterin des Pflegedienstes Wüstenwerk, Christina Riessland, besonders – vor allem da ihr Pflegedienst hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs ist. "Die Glätte war angekündigt. Die Straßen sind frei, aber auf den Radwegen wird nichts gemacht", sagte sie. In der Wüste und auch am Hasetor seien bereits mehrere ihrer Mitarbeiter gestürzt.

Die Glätte sei im Emsland dagegen glimpflich verlaufen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Straßen seien gut gestreut gewesen, sodass sie nur noch teilweise glatt waren.

Die Glättewarnung gilt laut DWD zunächst bis zehn Uhr morgens. Auch in den nächsten Nächten soll es zu Frost und Glätte kommen.

Mit dpa





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