Am Dienstag Warnstreik: Flüge in Bremen und Hannover gestrichen

Von dpa

Mitglieder der Gewerkschaft Verdi gehen mit Fahnen am Flughafen durch ein Terminal und über Treppen. An den Airports Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart findet ein ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals statt. Foto: Federico Gambarini/dpaMitglieder der Gewerkschaft Verdi gehen mit Fahnen am Flughafen durch ein Terminal und über Treppen. An den Airports Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart findet ein ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals statt. Foto: Federico Gambarini/dpa 

Hannover/Bremen. Wegen eines angekündigten Warnstreiks fallen am Dienstag mehr als ein Drittel der Verbindungen am Flughafen Hannover aus. Auch in Bremen werden Flüge gestrichen.

„Stand jetzt sind 26 Abflüge und 16 Anflüge gestrichen“, sagte Hannovers Flughafensprecher Sönke Jacobsen am Montag. Die Gewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal an acht deutschen Flughäfen für Dienstag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Jacobsen rät den Reisenden, sich vorab bei ihrer Airline zu informieren, frühzeitig anzureisen und - wenn möglich - auf Handgepäck zu verzichten. Tuifly kündigte an, vier Abflüge von Hannover an den Flughafen Paderborn-Lippstadt zu verlegen. (Weiterlesen: Flugausfälle wegen Warnstreik: Diese Rechte haben Passagiere)

Am Flughafen Bremen wurden nach Auskunft einer Sprecherin bisher 4 von 29 für Dienstag disponierten Flüge abgesagt. Die Verbindungen der Lufthansa von und nach Frankfurt am Main seien gestrichen worden. Verdi fordert für die Kontrolleure von Passagieren, Fracht und Personal eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro brutto pro Stunde. Die Arbeitgeber halten das für unrealistisch, sie bieten nach eigener Darstellung ein Plus von bis zu 6,4 Prozent.

Am Airport Hannover sind laut Verdi 500, in Bremen 200 Beschäftigte zu dem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Sie sind bei privaten Sicherheitsfirmen angestellt, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrollen übernehmen. Es sei ein verantwortungsvoller, schwieriger und auch psychisch stressiger Job, sagte Ute Gottschaar, Landesfachbereichsleiterin bei Verdi. Ob alle an dem Warnstreik teilnehmen, könne sie nicht sagen, da zumindest in Hannover viele befristet eingestellt seien.


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