Grüne und Institutsleiter kritisieren Minister Islamische Theologen aus Osnabrück ohne Perspektive

Wo sollen islamische Theologen künftig arbeiten? Foto: dpaWo sollen islamische Theologen künftig arbeiten? Foto: dpa

Osnabrück. Eine berufliche Perspektive für Absolventen des Instituts für islamische Theologie in Osnabrück fordern die niedersächsischen Grünen. Die Zahl der Studenten ist auf dem tiefsten Stand seit seiner Gründung.

Nur 51 Bachelorstudenten meldeten sich zum Wintersemester an. Im Vorjahr waren es noch 75 Studienanfänger, davor mit 102 doppelt so viele. Mit dem Institut verfüge das Land über eine hervorragende Einrichtung zur Ausbildung von deutschen Islam-Wissenschaftlern, erklärte Eva Viehoff, wissenschaftspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion gegenüber unserer Redaktion. Die Zahlen zeigten, dass es mit einem guten Ausbildungsort nicht getan ist.“ Viehoff kritisierte: „Nach den vollmundigen Ankündigungen von Minister Thümler im letzten Jahr ist bis heute nichts passiert.“

Institutsleiter Prof. Bülent Ucar kritisierte zudem die „fehlenden Berufsperspektiven und die unvollständige Besetzung der vom Land zugewiesenen Professuren“. Von insgesamt acht Professuren seien nur vier regulär besetzt, zwei würden vertreten, zwei seien komplett vakant. Ucar forderte, diese Stellen endlich freizugeben. Der aktuelle Zustand verschlechtere die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.


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