Kamele, Schlangen und Seehunde Die kuriosesten Tiermeldungen aus Niedersachsen 2018

Von Hans-Christian Wöste und dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Niedersachsen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sieben Kamele stehen vor der Filiale einer großen Discounter-Kette. Die kleine Herde war aus einem Zirkus entwischt, der in der Nähe sein Winterlager hat. Ein Zirkus-Mitarbeiter führte die Tiere dann in ihre Stallung zurück. Foto: Polizei Celle/dpaSieben Kamele stehen vor der Filiale einer großen Discounter-Kette. Die kleine Herde war aus einem Zirkus entwischt, der in der Nähe sein Winterlager hat. Ein Zirkus-Mitarbeiter führte die Tiere dann in ihre Stallung zurück. Foto: Polizei Celle/dpa

Hannover. Hannover/Bremen. Tiere finden sich in der Welt der Menschen oft nicht gut zurecht. 2018 gab es viele kuriose Tiereinsätze im Norden: Ein Zwergschnauzer wurde nach zehn Stunden aus dem Kühlergrill eines Autos befreit. Und auch Kamele und ein Seehund auf Irrwegen wurden nach Hause gebracht.

Unterkühlte Fledermäuse und ausgebüxte Kamele auf dem Weg zum Supermarkt - verrückte Tiere haben auch in diesem Jahr in Niedersachsen wieder erstaunliche Dinge angestellt. Vor allem Kleintiere und Rindviecher fielen auf.

Verwirrter Seehund

Ein kleiner Seehund ist in Ostfriesland auf falschem Kurs unterwegs gewesen und im Dezember in einem Vorgarten auf dem Trockenen gelandet. Das Tier war über ein geöffnetes Siel geschwommen und dann ins Hinterland zu dem Haus in Holtgast gerobbt.

Hund in Kühlergrill

Ganze zehn Stunden und rund 20 Kilometer weit ist Zwergschnauzer Tero im Kühlergrill eines Autos eingeklemmt gewesen. Eine Frau übersah den Hund im November und fuhr ihn an. Das Tier überstand die Fahrt von Seevetal nach Hamburg ohne Schaden.

Einmal und nie wieder: Zwergschnauzer Tero steckt im Kühlergrill eines Autos. Foto: Polizei Harburg

Katze in misslicher Lage

An der Nordseeküste in Dornum gelangte eine Katze zwar noch irgendwie in eine Spundwand im Hafenbecken, kam dort aber nicht mehr hinaus. Feuerwehr, zwei Fischer und der Hafenmeister befreiten das Tier schließlich aus seiner unglücklichen Lage.

Kamele vor Discounter

Sieben Kamele versammelten sich im November vor der Filiale eines Discounters in Bergen im Kreis Celle - vergeblich, denn der nächtliche Besuch passte nicht zu den Öffnungszeiten des Supermarktes. Ein Zirkus-Mitarbeiter brachte die Tiere später zurück in ihr Winterlager, dort waren sie ausgebüxt.

Katze bewacht Atommüll

Am Schacht Konrad bei Salzgitter ist Schachtkatze Konrad zuhause. Sie beobachtet die Vorgänge in dem Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Auf dem streng bewachten Gelände bleiben ihr Kontrollen erspart.

Die Katze "Konrad" steht am Schacht Konrad. Seit einiger Zeit beobachtet die "Schachtkatze", wie in dem ehemaligen Erzbergwerk Schacht Konrad ein Atommüll-Endlager entsteht. Foto: dpa

Zehn Jungbullen in Freiheit

Zehn ausgebrochene Jungbullen machten es sich im September im Vorgarten eines Einfamilienhauses in Varel im Kreis Friesland bequem. Der Tierhalter brachte die Ausreißer später in einem Anhänger zurück auf ihre Weide, nachdem sie mit ihren Hinterlassenschaften den Garten verziert hatten.

Schlangen zu Gast

Zwei etwas unheimliche Übernachtungsgäste landeten im August bei der Polizei in Stade: Pythonschlangen. Eine Passantin hatte die Styroporbox mit Schlangen in der Nähe eines Tierheims gefunden. Die Polizei suchte später nach dem Besitzer der Tiere, der mit der Schlangenhaltung offensichtlich überfordert war.

Eine Styroporbox mit zwei Pythonschlangen bei der Polizei Stade. Die zwei etwas unheimlichen Übernachtungsgäste sind bei der Polizei zu Gast gewesen. Foto: dpa

Galloway-Bulle auf der Flucht

Ein flüchtiger Galloway-Bulle namens Bernd entzog sich in Celle mehr als einen Monat lang seinen Verfolgern. Der Besitzer gab Bernd aus versicherungsrechtlichen Gründen schon für den Abschuss frei, da entdeckten Helfer das 400 Kilogramm schwere Tier Ende August doch noch. Der Bulle wurde zurück auf seine Weide getrieben.

Trainer Christoph Schiefler (Mitte) mit den Rinderhirten Tanja und Marco Hubricht hat den Galloway-Bullen Bernd eingefangen, der Ende Juli von seiner Weide bei Celle entwischt worden war. Foto: Miriam Schiefler/Privat/dpa

Ausgebüxter Wüstenfuchs

Bei einem Spaziergang in Salzgitter machte es sich Wüstenfuchs Marvin in einer fremden Wohnung gemütlich. Die Polizei fing das Tier im Juli ein und brachte es nach Braunschweig in einen Zoo, wo ein implantierter Chip ausgelesen wurde. So wurde der Besitzer ermittelt, der Marvin wieder mit nach Hause nehmen konnte.

Debakel für Orakel

Elefantendame Nelly im Serengeti-Park in der Lüneburger prophezeite einen Sieg im ersten Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM im Juni in Russland. Drei Tore gegen Mexiko, orakelt Nelly mit ihren Torschüssen. Doch Nelly irrte - und das deutsche Auftaktspiel wurde mit der 0:1-Pleite zum Debakel.

Babys für den Storch

Drei kleine Störche schlüpften im Mai im Nest von Storch Fridolin und seiner neuen Partnerin im Leiferder Artenschutzzentrum. Fridolin war von seiner früheren Partnerin verlassen worden, mit der neuen Freundin aus Dänemark war es anfangs noch etwas schwierig gelaufen, wie Bilder einer Webcam verrieten.

Niedersachsens Promi-Storchenpaar schien bereits glücklich wiedervereint, dann aber vermisste Storch Fridolin seine einstige Partnerin Friederike. Foto: dpa

Unterkühlte Fledermaus

Eine unterkühlte Zwergfledermaus landete im März als Fundstück auf einer Polizeiwache im Schaumburger Land. Eine fürsorgliche Kommissarin identifizierte das Tier, das vermutlich wegen der Minusgrade aus dem Winterquartier gefallen war. Die Fledermaus kam später in eine Wildtierschutzstation.

Hindukuh

In Bremen ließ eine Hindu-Gemeinde die mögliche Baustelle für einen neuen Tempel von einer Kuh begutachten. Das Tier pinkelte im Januar im Schneeregen auf die Matschwiese – für die Beteiligten ein gutes Zeichen, dass sich der Platz für den Tempel-Bau eignet.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN