Krankschreibung erschlichen? Dschungelcamp-Trip von Nathalie Volks Mutter beschäftigt Verwaltungsgericht

Von dpa

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Die als Zeugin in einem Prozess gegen ihre Mutter (links) geladene Nathalie Volk (rechts) steht vor dem Landgericht. Die Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk muss sich ein weiteres Mal vor Gericht verantworten. Foto: dpaDie als Zeugin in einem Prozess gegen ihre Mutter (links) geladene Nathalie Volk (rechts) steht vor dem Landgericht. Die Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk muss sich ein weiteres Mal vor Gericht verantworten. Foto: dpa

Lüneburg. Die Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk (21) muss sich ein weiteres Mal vor Gericht verantworten. Dabei geht es um die berufliche Zukunft der Lehrerin, die ihre Tochter im Januar 2016 zum RTL-Dreh nach Australien begleitet hatte. Ein Termin für die Verhandlung am Lüneburger Verwaltungsgericht stehe noch nicht fest, sagte ein Gerichtssprecher.

Im Strafverfahren hatte das Oberlandesgericht Celle Ende August die vom Landgericht Lüneburg verhängte Geldstrafe bestätigt und eine Revision verworfen. Die Lehrerin hatte sich nach Überzeugung der Richter eine Krankschreibung erschlichen, um ihre Tochter im Januar 2016 zu den Dreharbeiten in Australien begleiten zu können. Zuvor hatte die 49 Jahre alte Beamtin einen Antrag auf Sonderurlaub gestellt, der aber abgelehnt wurde. Sie sei wirklich erkrankt gewesen, hatte die Frau wiederholt erklärt. (Weiterlesen: Geldstrafe für Mutter von Nathalie Volk wegen Dschungelcamp-Reise)

Entfernung aus Beamtenverhältnis droht

Der Pädagogin droht bei einer entsprechenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts die endgültige Entfernung aus dem Beamtenverhältnis, wie von der Landesschulbehörde angestrebt. Auch eine Zurückstufung, eine Kürzung der Bezüge, eine Geldbuße oder ein Verweis sind mögliche Sanktionen. Derzeit ist die Beamtin bei halben Bezügen vom Dienst suspendiert. Das Gericht hatte die Entscheidung des Oberlandesgerichts im Strafverfahren abwarten wollen.


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