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Sonne am Sonntag Sommerwetter in Niedersachsen: Wie geht es weiter?

Von dpa/nibu

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Symbolfoto: dpaSymbolfoto: dpa

Osnabrück. Blauer Himmel und viel Sonnenschein haben in Niedersachsen und Bremen noch einmal Sommergefühle mitten im Oktober aufkommen lassen. Und wie geht es weiter?

Auf den ostfriesischen Inseln herrschten am frühen Samstagnachmittag etwa 21 Grad bei Sonnenschein und mäßigem Südwind, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Im Emsland sowie im Harz-Vorland und von Goslar bis Wolfsburg sei die Marke von 25 Grad bereits überschritten - und es sollten im Laufe des Tages noch ein paar Grad mehr werden. Ein Meteorologe sagte, es sei "wieder ein Sommertag im Herbst". In und um Osnabrück wurden es am Samstag bis zu 28 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Der Höchstwert im Land wurde am Samstag in Lingen im Emsland mit 28,3 Grad gemessen. 

Trockener Sonntag

Die Temperaturen zwischen Harz und Nordsee lagen am Samstag und Sonntag zwischen 25 und 28 Grad. Der Höchstwert im Land wurde am Samstag in Lingen im Emsland mit 28,3 Grad gemessen, wie Meteorologe Michael Bauditz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. In der Nacht zum Montag sollen nahe der Ems Wolken aufziehen, es bleibt aber trocken. Erst am Montag verbreiten sich langsam Wolkenfelder.

Mild zum Wochenstart

Aber auch wenn am Montag die Schule wieder beginnt, hält das warme, sonnige Wetter an. „Das Hoch ist deutlich kräftiger, als ursprünglich vermutet", sagte der Meteorologe. Nach der aktuellen Prognose kühlt es sich bis Mittwoch allmählich nur leicht auf 23 Grad ab. Regen ist zunächst nicht in Sicht.

Wochenende an der See

Viele Menschen verbrachten das Wochenende an der Nordsee. „Das Wetter ist bombig. Der Strand ist voll mit Gästen", sagte Corinna Fresemann von der Kurverwaltung Dangast am Sonntag. Das Wasser sei durch das Watt erwärmt. „Wenn die Flut kommt, schwimmen viele in der Nordsee. So warm war es um diese Zeit noch nie."

Der Strand des Nordseebades Dangast war am Wochenende nach Einschätzung der Kurverwaltung fast so gut besucht wie im Hochsommer. Allerdings: Strandkörbe gab es keine mehr, die seien im Winterlager - diese Auflage müsse ab Oktober wegen der Sturmflutzeit erfüllt werden, hieß es. Die Menschen saßen mit Decken oder mitgebrachten Strandmuscheln im Sand.

Auch in Wilhelmshaven ist die Strandkorb-Saison bereits abgelaufen, dennoch war der Strand beliebt - laut Wilhelmshaven Touristik kamen viele Tagesgäste an die Küste. Außerdem lockte das Wilhelmshavener „Lichtermeer", eine Veranstaltung am Südstrand mit geheimnisvoll leuchtenden Objekten und in allen Farben schillernden Licht-Installationen.

Vielerorts genossen Menschen das Farbenspiel beim Sonnenuntergang. An Niedersachsens größtem Binnengewässer, dem Steinhuder Meer, in der Nähe von Hannover fanden sich am Samstagabend Hunderte ein.

In Hannover herrschte Freibad-Wetter. Das Annabad hatte die Saison zwar offiziell am 3. Oktober beendet, allerdings blieben die Türen offen. Schwimmer dürfen für einen Euro rein. Am Wochenende kamen nach Angaben eines Schwimmmeisters zwischen 600 und 800 Gäste. „Es ist wie im Juli", sagte er am Sonntag. Die Gäste sonnten sich auf den Liegewiesen. Beendet werden soll die Saison dort erst, wenn das Wetter schlechter wird. 


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