Hohes Bußgeld droht Kontrolle auf A30: Polizei stoppt Tiertransport nach Russland

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Am Dienstag hat die Polizei auf der A30 bei Melle den Güterverkehr kontrolliert. Foto: NWM-TVAm Dienstag hat die Polizei auf der A30 bei Melle den Güterverkehr kontrolliert. Foto: NWM-TV

pm/chl Osnabrück. Am Dienstag hat die Polizei auf der A30 bei Melle den Güterverkehr kontrolliert. Dabei wurde ein Tiertransport mit 34 Rindern gestoppt, der auf dem Weg nach Russland war.

Am Dienstag haben Einsatzkräfte der Polizeidirektion Osnabrück mit Unterstützung des Bundesamtes für Güterverkehr auf dem Parkplatz der Tank- und Rastanlage Grönegau-Süd den gewerblichen Güterverkehr kontrolliert. Im Fokus stand dabei der grenzüberschreitende Transport von Abfällen. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 48 Lkw am Dienstag überprüft, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Bei acht Fahrzeugen stellten die Beamten Verstöße gegen abfallrechtliche Bestimmungen fest.

Weiterfahrt untersagt

Zudem registrierten sie in 13 Fällen technische Mängel, die teilweise so eklatant waren, dass die Weiterfahrt nicht mehr gestattet wurde. Insgesamt untersagte die Polizei in acht Fällen die Weiterfahrt und behielt rund 700 Euro an Sicherheitsleistungen ein. Auch für einen Tiertransporter, welcher mit 34 Zuchtrindern auf zwei Ebenen beladen war, war die Fahrt schnell zu Ende. Der Transport war im Kreis Steinfurt gestartet und sollte in das über 2.744 km entfernte russische Voronesch führen.

Die gesamte Transportdauer wurde durch den Transporteur auf über fünf Tage kalkuliert. Um die Beladung in der zweiten Ebene zu ermöglichen, hatten der Fahrer und der Betreuer der Tiere das Dach des Sattelaufliegers ausgefahren. So stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Sattelauflieger entgegen der in Deutschland zulässigen 4,00 m eine Höhe von 4,145 Meter aufwies.

Verletzung wäre wahrscheinlich gewesen

Des Weiteren war die Laderaumhöhe für die transportierten Rinder, trotz ausgefahrenen Daches, nicht ausreichend. Beim Ablassen des Daches hätte dieses auf dem Rücken der Rinder aufgelegen. Eine Verletzung der Tiere auf dem langen Transportweg wäre sehr wahrscheinlich gewesen. Aus diesem Grund musste der Tiertransport unter Begleitung der Polizei zum Ausgangsort zurückgeführt und die Tiere wieder entladen werden. Zudem wurde bei der Kontrolle festgestellt, dass der Fahrer nicht über die ausreichende Qualifikation verfügte, um einen Tiertransport zu begleiten. Noch dazu war für den Auflieger eine Zulassung für Langstreckentransporte nicht vorhanden und die letzte Desinfektion und Reinigung konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Den Fahrer, dem Begleiter, dem Transporteur und den organisierenden Personen erwarten jetzt mehrere Bußgeldverfahren mit Bußgeldern in empfindlicher Höhe.


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