Althusmann: Gigabit-Land rückt näher Niedersachsen schließt Digitalpakt mit Vodafone

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Bernd Althusmann (rechts) hat den Digitalpakt mit Vodafone bei einer Videokonferenz mit Hannes Ametsreiter (auf dem Bildschirm) geschlossen. Foto: WieschemeyerBernd Althusmann (rechts) hat den Digitalpakt mit Vodafone bei einer Videokonferenz mit Hannes Ametsreiter (auf dem Bildschirm) geschlossen. Foto: Wieschemeyer 

Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) will die Digitalisierung vorantreiben. Kurz nach Vorlage eines Masterplans Digitalisierung schließt das Land eine Partnerschaft mit einem großen Mobilfunkanbieter.

Das Land Niedersachsen und Deutschlands zweitgrößter Mobilfunkanbieter Vodafone wollen die Digitalisierung künftig gemeinsam voranbringen. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) und Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter haben eine Digitalpartnerschaft beschlossen, um gigabitfähige Breitbandnetze zu schaffen und die Mobilfunkversorgung zu verbessern.

180 Millionen Euro Investitionen

Mit der neuen Partnerschaft mache das Land zwei Wochen nach Vorlage des Masterplans Digitalisierung konkrete Schritt in Richtung Gigabitgesellschaft, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann unserer Redaktion. „Wir machen Tempo, wir machen jetzt Ernst“, sagte der CDU-Politiker. Althusmann stellte weitere Gespräche mit den beiden anderen großen Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom und Telefónica (O2) in Aussicht.

Ametsreiter kündigte bei einer Videokonferenz mit Althusmann konkrete Investitionen im Land an. „Wir planen derzeit mit mindestens 180 Millionen Euro im Flächenland Niedersachsen“, sagte er unserer Redaktion. Dieses betreffe neben Privathaushalten auch Schulen und 170 Gewerbegebiete.

Kabelnetz soll schneller werden

Das Unternehmen versprach eine Umstellung des Kabelnetzes, an das bereits heute etwa 2,5Millionen Haushalte im Land angeschlossen sind. Der Manager sagte einen weiteren Ausbau des Glasfasernetzes und eine Umstellung auf mindestens ein Gigabit Übertragungsleistung bis Ende 2022 zu. Damit wären etwa zwei Drittel der niedersächsischen Haushalte mit schnellem Internet versorgt. Die rot-schwarze Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 alle Haushalte im Land mit gigabitfähigen Anschlüssen zu versorgen. Bei Gewerbegebieten; Häfen, Schulen und Hochschulen soll es bereits 2021 soweit sein.

700 Antennen werden gebaut oder aufgerüstet

Vodafone versprach auch eine deutliche Stärkung des Mobilfunknetzes. „Hierbei zielen wir auch auf die bessere Versorgung von Autobahnen und ICE-Strecken ab“, sagte Ametsreiter. So sollen an Stellen mit besonders vielen Gesprächsabbrüchen bis zum Bau fester Basistationen mobile Geräte aufgestellt werden. Vodafone plant eigenen Angaben zufolge bis 2020 den Neubau von 100 festen Stationen in Niedersachsen, weitere 600 sollen auf LTE-Standard aufgerüstet werden. Derzeit betreibt das Unternehmen etwa 1900 Basisstationen im Land.

Mehr Transparenz versprochen

Ametsreiter versprach zudem mehr Transparenz sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem Land: So habe man Standorte und Ausbaudaten der eigenen Anlagen an das Breitbandkompetenzzentrum des Landes gemeldet. Bis Monatsende sollen auch Telefónica und Telekom ihre Daten an das Land liefern. Bei der Erschließung abgelegener Gebiete könnten die Unternehmen zusammenarbeiten, sagte der Manager.

Das Wirtschaftsministerium sagte Hilfe bei neuen Verlegemethoden für Kabel und bei Pilotvorhaben für den künftigen Mobilfunkstandard 5G zu. „Mit den getroffenen Verabredungen kommen wir dem Gigabit-Land Niedersachsen einen großen Schritt näher“, sagte Althusmann.


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