Landesslogan braucht Jahre Der lange Weg zum „Klar.“ an der Autobahn

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2016 präsentierte die Landesregierung den Slogan.
              
                Foto: Wieschemeyer2016 präsentierte die Landesregierung den Slogan. Foto: Wieschemeyer

Hannover. Vor zwei Jahren hat Niedersachsens Ministerpräsident Weil den neuen Slogan des Landes vorgestellt. Nun soll „Klar.“ es auch bis an die Autobahn schaffen.

Autofahrern präsentiert sich Niedersachsen oft blass: Die 36 Autobahnschilder, mit denen Reisende auf den Schnellstraßen mit „Immer eine gute Idee“ begrüßt oder mit „Alles Gute!“ verabschiedet werden, sind vielfach rostig oder verblichen. Kein Wunder: Die Schilder stammen aus der Imagekampagne des Jahres 2007 und sollten eigentlich schon längst nicht mehr stehen.

Ein Wort „ohne Umwege“

Vor ziemlich genau zwei Jahren präsentierte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der Landespresse den neuen Slogan für Niedersachsen: „Klar.“ sollte fortan für die niedersächsische Art stehen: Ein Spruch ohne viele Umwege und Schnörkel, der bald auch den Autobahnreisenden klar machen sollte, dass diese sich nun in einem Bundesland mit „Aufräumungscharakter“ befinden.

Mit dem Aufräumungscharakter war das dann so eine Sache: Bei der Sloganvergabe stellten sich nachträglich Unregelmäßigkeiten heraus, die ein umfangreiches parlamentarisches Nachspiel hatten und die im Wirtschaftsministerium vor allem die für „Klar.“ zuständige Staatssekretärin Daniela Behrens aus dem Amt räumten. Damit fühlte sich im Ministerium offenbar auch keiner mehr zuständig. Die Regierung wechselte, der Minister auch. Die alten Schilder aber blieben erst einmal stehen.

Nun soll sich doch was tun: Auf Anfrage unserer Zeitung kündigt das Wirtschaftsministerium von Bernd Althusmann nun den Schildertausch an. Also nicht sofort, immerhin müsse man erst einmal die Details abstimmen und die Schilder dann ausschreiben. In „vorsichtig geschätzt“ zwölf bis 15 Monaten sollen sie aber dann doch stehen, sagt ein Ministeriumssprecher. Kostenpunkt: etwa 225000 Euro. Ein Sprecher sagt, man wolle bei Reisenden einen guten Eindruck hinterlassen, denn „Autobahnschilder sind Visitenkarten des Landes“. Klar.


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