Bewohner erwarten Entschuldigung Behörde gibt Entwarnung wegen Schadstoffen auf Dachböden

Von dpa

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Nach einem weiteren Gutachten zu den mit Insektengift belasteten Dachböden in Oldenburg hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Entwarnung gegeben. Symbolfoto: dpaNach einem weiteren Gutachten zu den mit Insektengift belasteten Dachböden in Oldenburg hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Entwarnung gegeben. Symbolfoto: dpa

Oldenburg. Nach einem weiteren Gutachten zu den mit Insektengift belasteten Dachböden in Oldenburg hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Entwarnung gegeben. Die nicht regelmäßig genutzten Dachböden seien danach keine Gefahr für die Bewohner, sagte ein Behördensprecher am Montag.

Die 97 Reihenhäuser im Norden Oldenburgs gehören der BImA. Die Behörde wollte am Montagabend die Mieter über das weitere Vorgehen informieren, nannte vorab aber keine Details.

Mieter erst spät benachrichtigt

Die Bewohner sind auf die BImA nicht gut zu sprechen. „Wir fordern, dass sie das Problem beseitigt und uns über die Gesundheitsschäden aufklärt, die uns erwarten könnten", sagte Dirk Jahn von der Interessengemeinschaft, zu der sich die Bewohner zusammengeschlossen haben. Über das für Montagabend geplante Treffen zwischen BImA und Mietern in den Weser-Ems-Hallen hatte zuvor der NDR berichtet. Die Mieter kritisieren vor allem, dass die BImA bereits im April von den Schadstoffen auf den Dachböden erfahren hat, die Mieter aber erst im August benachrichtigte. „Wir fordern dafür eine Entschuldigung", sagte Jahn.

Behörde will Staubproben untersuchen

Die BImA hatte die Mieter nach eigenen Angaben erst Monate später informiert, weil sie erst die Ergebnisse eines Gutachtens zur Luftbelastung abwarten wollte, um die Menschen nicht unnötig zu verunsichern. „Trotz seinerzeit sorgfältiger Abwägung lässt sich in Bezug auf die Kommunikation aus heutiger Sicht sicherlich auch eine andere Vorgehensweise wählen", heißt es dazu von der BImA. Das Gutachten hatte ergeben, dass die Belastung der Raumluft auf den Dachböden nicht gesundheitsgefährdend sei. Die Behörde will nun auch Staubproben aus jedem Haus untersuchen lassen.


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