Kampfmittel aus dem Krieg Niedrigwasser legt explosive Altlasten in Niedersachsen frei

Von dpa

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Das Niedrigwasser hat in Niedersachsen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein gebracht. Symbolfoto: dpaDas Niedrigwasser hat in Niedersachsen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein gebracht. Symbolfoto: dpa

Hannover. Die monatelange Trockenheit in diesem Sommer lässt bei niedrigen Wasserständen in den Gewässern gefährliche Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg auftauchen, auch in Niedersachsen.

„Immer wieder haben wir in den vergangenen Monaten Kampfmittel in Uferbereichen gefunden", sagte Sprengmeister Markus Rausch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Hannover am Montag. „Genaue Zahlen gibt es dazu aber keine", sagte er.

„Gewässer sind am Ende des Krieges oft zur Entsorgung von Munition genutzt worden, etwa an Brücken."Sprengmeister Markus Rausch

Schon früher seien bei fallenden Wasserständen derartige Funde gemacht worden. „Wir haben auch in den letzten Jahren etwa an der Elbe bei niedrigen Wasserständen entsprechende Überreste gefunden", berichtete Rausch. „Gewässer sind am Ende des Krieges oft zur Entsorgung von Munition genutzt worden, etwa an Brücken."  

Noch viel zu tun für Kampfmittelräumer

Die Kriegshinterlassenschaften würden die Kampfmittelräumer noch Generationen beschäftigen, sagte ihr Leiter Thomas Bleicher im Juni, als der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) seinen 70. Gründungstag feierte. In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr bei mehr als 700 Einsätzen rund 130 Tonnen Kampfmittel aus den beiden Weltkriegen geborgen und entsorgt, fast 40 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. In Rinteln (Landkreis Schaumburg) wurde erst am vergangenen Wochenende am Ufer der Weser eine Handgranate von den Experten geborgen.


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