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Hannover hatte Kräfte angeboten Chemnitz: Sachsen lehnte Polizeihilfe aus Niedersachsen ab

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Etwa 600 Polizisten begleiteten am Montagabend eine Demonstration der rechten Szene in Chemnitz. Foto: dpaEtwa 600 Polizisten begleiteten am Montagabend eine Demonstration der rechten Szene in Chemnitz. Foto: dpa

Hannover. Angesichts der Lage in Chemnitz hat das niedersächsische Innenministerium Sachsen am Montag polizeiliche Unterstützung angeboten. Die Landesregierung in Dresden lehnte ab.

Sachsen hat ein Unterstützungsangebot durch niedersächsische Polizisten abgelehnt. Das sagte eine Sprecherin von Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch in Hannover. Demnach nahmen die niedersächsischen Sicherheitsbehörden am Montag Kontakt zu den sächsischen Kollegen auf. Nach Informationen unserer Redaktion ging es dabei auch um Hinweise, dass auch Rechtsradikale aus Niedersachsen und anderen Bundesländern auf den Weg nach Chemnitz waren.

Wegen eines kurzfristig abgesagten Rechtsrock-Festivals im thüringischen Mattstedt seien zudem weitere Rechtsextremisten in das etwa anderthalb Autostunden entfernte Chemnitz weitergefahren. Sachsen lehnte das Angebot nach Angaben der Ministeriumssprecherin ab. Demnach gebe es keinen Bedarf. Am Montagabend hatten etwa 6000 Demonstranten aus dem überwiegend rechten Spektrum, darunter gewaltbereite Neonazis und Hooligans, in Chemnitz demonstriert. Knapp 600 Polizisten trennten die Demonstranten von etwa 1500 Gegendemonstranten. Bei Ausschreitungen wurden mehrere Personen verletzt. Die sächsischen Sicherheitsbehörden räumten inzwischen ein, die Lage unterschätzt zu haben.


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