Sucherfolg dank Pferdenasen Ausgebüxter Bulle Bernd ist zurück

Von dpa

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Trainer Christoph Schiefler (Mitte) mit den Rinderhirten Tanja und Marco Hubricht hat den Galloway-Bullen Bernd eingefangen, der Ende Juli von seiner Weide bei Celle entwischt worden war. Foto: Miriam Schiefler/Privat/dpaTrainer Christoph Schiefler (Mitte) mit den Rinderhirten Tanja und Marco Hubricht hat den Galloway-Bullen Bernd eingefangen, der Ende Juli von seiner Weide bei Celle entwischt worden war. Foto: Miriam Schiefler/Privat/dpa

Celle. Unbekannte schneiden den Zaun an der Weide durch, die Galloway-Bullen machen sich davon. Acht können schnell wieder eingefangen werden, nur Bernd nicht, eine Abschussgenehmigung wird erteilt. Dann wird er doch noch aufgespürt – mit tierischer Hilfe.

Galloway-Bulle Bernd ist nach mehr als einem Monat in Freiheit wieder auf seiner heimatlichen Weide bei Celle. Das Tier sei seit Freitagabend wieder da, hieß es auf der Internetseite des Gallowayhofes Wittingen. Für Bernd lag bereits eine Abschussgenehmigung vor. Zuerst berichtete das Internet-Portal news.38 über das glückliche Ende.

Westernreiter und Naturschützer wollten am Wochenende einen letzten Versuch unternehmen, Bernd auf seine Weide zu treiben, hieß es in einem Bericht NDR 1 Niedersachsen am Freitag. "Ich bin total erleichtert", sagte Geschäftsführer Diethelm Lilje vom Gallowayhof der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe schon nicht mehr schlafen können, das ist kein Spaß wenn ein Tier verschwindet", meinte er erleichtert. 

Der Bulle war entwischt, nachdem Unbekannte am 20. Juli den Zaun durchschnitten hatten. Neun Jung-Bullen büxten dabei aus, acht konnten wieder eingefangen werden. Nur Bernd suchte erfolgreich das Weite.

Aus versicherungstechnischen Gründen habe die Abschussgenehmigung beantragt werden müssen, so Lilje. "Für eine von mir gebaute Falle war er zu schlau", sagte er über Bernd. "Wir danken den Schieflers und ihren berittenen Experten", so Lilje weiter über den unentgeltlichen Einsatz der Spezialisten mit ihren Pferden.

"Wir waren drei Reiter und hatten den Auftrag bekommen, Bernd zu fangen", sagte Westernreiterin Miriam Schiefler am Samstag in Kölau (Landkreis Uelzen). "Zur Verstärkung haben wir zwei Freunde von den Rinderhirten aus Hagen eingeladen, das Kerlchen zu fangen". Auf ihrem Weg hätten die beiden Bernd entdeckt, als sie mit ihren Pferden das Gelände schon vor Beginn der eigentlichen Suche erkunden wollten.

"Dann haben die Pferde etwas gewittert und so wurde Bernd gefunden", schilderte Schiefler die Aktion. "Mein Mann und ich sind schnell mit unseren Pferden hin, dann haben wir Bernd entspannt zurück auf die Weide getrieben." Der Gesuchte wurde nur knapp zwei Kilometer von der heimatlichen Weide entfernt aufgespürt.

Bernd hatte sich wochenlang nicht einfangen lassen. Das mindestens 400 Kilogramm schwere Tier war im näheren Umkreis seiner Wiese unterwegs. Die Galloways werden zur Landschafts- und Naturpflege in einem Naturschutzgebiet bei Celle eingesetzt. Die robusten Tiere eignen sich gut für die ganzjährige Freilandhaltung. Ihr Fleisch gilt als ausgesprochen schmackhaft. Auch Bernd wird es eines Tages treffen - er hat aber noch mindestens einen Sommer gewonnen.


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