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Vier Vorfälle auf A28 und A29 Mögliche Schüsse auf Fahrzeuge bei Oldenburg: Gibt es eine Tatserie?

Von PM und Mark Otten

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Die Polizei Oldenburg ermittelt, ob ein Unbekannter auf einen fahrenden Lkw geschossen hat. Archivfoto: Michael GründelDie Polizei Oldenburg ermittelt, ob ein Unbekannter auf einen fahrenden Lkw geschossen hat. Archivfoto: Michael Gründel

Oldenburg. Ein Unbekannter soll am Dienstagabend auf der A28 bei Oldenburg in die Frontscheibe eines fahrenden Lkw geschossen haben. Weil es bereits drei ähnliche Fälle binnen eines Monats gegeben hat, hat die Polizei am Donnerstag eine Ermittlungsgruppe eingesetzt.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 18.25 Uhr. Wie die Polizei mitteilt, war ein 60-jähriger Sattelzugfahrer auf der A28 aus Richtung Oldenburg kommend in Richtung Leer unterwegs. Im Bereich der dort eingerichteten Baustelle, zwischen den Anschlussstellen Neuenkruge und Bad Zwischenahn, bemerkte der Fahrer unmittelbar vor einer Autobahnbrücke auf Höhe der Aschhauser Straße einen Schaden im Sichtbereich seiner Windschutzscheibe.

Zeitgleich bemerkte der Fahrer auf der Brücke eine männliche Person, die nach seinen Angaben eine Waffe in der Hand gehalten und sich zu Fuß in Richtung Neuenkruger Straße entfernt habe. Der 60-jährige Lkw-Fahrer aus Marlow fuhr nach dem Vorfall auf einen Parkplatz und informierte die Polizei. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten ein Loch in der Scheibe fest. Eine umgehend eingeleitete Suchmaßnahme und der Einsatz eines Polizeihubschraubers brachten keinen Fahndungserfolg. 

Die Polizei nennt als Täterbeschreibung: 

  • Mann mit dunklen Haaren
  • normale Statur
  • dunkles Oberteil 
  • helle Hose. 

Die Polizei schließt nach derzeitigem Ermittlungsstand eine gezielte Schussabgabe auf das Fahrzeug nicht aus. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizei Oldenburg ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes sowie des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Am Donnerstag ist eine Ermittlungsgruppe eingerichtet worden. Sie soll auch prüfen, ob es einen Zusammenhang zu drei anderen Vorfällen aus den vergangenen vier Wochen gibt.

Zusammenhang mit ähnlichen Fälle?

Die Vorfälle ereigneten sich am 29. Juli, 11 Uhr, sowie am 6. August, 12 Uhr, und 16. August 2018 um 11:30 Uhr zwischen dem Autobahnkreuz Oldenburg-Nord und dem Autobahnkreuz Oldenburg-Ost auf der A29. Die Polizei stellte bei einem Fahrzeug ein kleines Loch in einer Seitenscheibe fest, bei den beiden weiteren Autos zerbrach während der Fahrt je eine Seitenscheibe. Alle Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Eine Waffe oder einen Schützen war bei diesen Fällen nicht gesehen worden. Die Nachfrage unserer Redaktion, ob in den Fahrzeugen Projektile gefunden wurden, wollte die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen nicht beantworten. 



Personen, die Angaben zu den Vorfällen oder zu der geflüchteten Person machen können, erreichen die Polizei unter der Telefonnummer 0441 - 790 4115.

Schüsse auf Wohnwagen auf der A1

In zwei Fällen soll ein Unbekannter auf Wohnwagen auf der A1 geschossen haben. Die Taten ereigneten sich laut Autobahnpolizei Ahlhorn zwischen Sittensen und Stuhr. In diesen Fällen haben die Beamten auch Projektile in den Anhängern gefunden. Einen Zusammenhang zu den Vorfällen bei Oldenburg besteht nach Ansicht der Polizei Delmenhorst nicht. Neben der großen räumlichen Distanz sei auch das Tatmuster unterschiedlich, so ein Pressesprecher.  


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