Althusmann schreibt Musk Niedersachsen wirbt um deutsche Tesla-Fabrik

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Bislang sieht Tesla-Chef Elon Musk (hier mit dem Model 3) Deutschland vor allem als Absatzmarkt. Das könnte sich ändern. Foto: dpaBislang sieht Tesla-Chef Elon Musk (hier mit dem Model 3) Deutschland vor allem als Absatzmarkt. Das könnte sich ändern. Foto: dpa

Hannover. Der Elektroautobauer Tesla will mit einer kombinierten Batterie- und Autofabrik nach Deutschland. Für Wirtschaftsminister Althusmann wäre Niedersachsen dabei erste Wahl.

Niedersachsen bringt sich als möglicher Standort für eine Großfabrik des Elektroautobauers Tesla in Deutschland ins Gespräch. Am kommenden Montag soll ein Brief von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) an den Tesla-Chef Elon Musk herausgehen, in dem der Minister die Standortvorteile Niedersachsens aufzählt. Demnach ist der Nordwesten Deutschlands mit Niedersachsens VW-Standorten, dem Daimler-Werk in Bremen und etwa 700 Zulieferern nicht nur eine „Top-Region“ der Automobilwirtschaft. Auch punkte der Standort als deutscher Spitzenreiter bei den Erneuerbaren Energien. Althusmann bietet Musk in dem Schreiben ein persönliches Gespräch an, um die Standortvorteile weiter zu erläutern. (Weiterlesen: Musk zeigt sein Innenleben: Gesundheit „nicht gerade toll“)

Anlass für den Brief sind Überlegungen Teslas, in Deutschland eine „Giga-Factory“ zum Bau sowohl von Elektroautos als auch von Batterien zu errichten. Medienberichten zufolge strebt das US-Unternehmen aus dem Silicon Valley eher nach Südwestdeutschland. Laut dem „Wall Street Journal“ haben sich Rheinland-Pfalz und das Saarland bereits um das Werk bemüht. (Weiterlesen: Bericht: US-Börsenaufsicht lädt alle Tesla-Vorstände vor)

Schon Lies hat geworben

Althusmanns Brief ist nicht der erste aus Niedersachsens Wirtschaftsministerium an Musk. Vorgänger Olaf Lies (SPD) hatte im August 2016 für eine Batteriezellfertigung in Küstennähe geworben. 2017 hatte das Ministerium Exposés zu den Standorten Wilhelmshaven und Emden nachgeliefert. Die Idee: An der See könnten die Batterien mit Ökostrom aus Windkraft gebaut werden. Auch die emsländischen Kommunen Dörpen und Papenburg werben seit 2016 um Tesla.

Um den möglichen Investor buhlen will Niedersachsen aber nicht. „Tesla hat noch nie Geld verdient“, sagte CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer am Freitag. Eine Förderung zulasten von Volkswagen könne er sich nicht vorstellen.


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