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Zwischen Peine-Ost und Hämelerwald Drei Tote bei Lkw-Unfall bei Peine - A2 noch bis Mittag gesperrt

Von dpa

Einsatzkäfte der Feuerwehr bergen einen völlig zerstörten Kleintransporter, in dem zwei Menschen starben nach einem schweren Unfall auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover zwischen Peine-Ost und HämelerwaldFoto: Thomas Freiberg/dpaEinsatzkäfte der Feuerwehr bergen einen völlig zerstörten Kleintransporter, in dem zwei Menschen starben nach einem schweren Unfall auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover zwischen Peine-Ost und HämelerwaldFoto: Thomas Freiberg/dpa

Peine. Wieder schwere Unfälle auf der A2, wieder sind mehrere Lastwagen darin verwickelt. Wegen der zahlreichen Baustellen auf der Strecke kommt es dort oft zu Unfällen. Diesmal kommen gleich mehrere Menschen ums Leben.

Bei schweren Unfällen mit Lastwagen und einem Kleintransporter sind auf der unfallträchtigen Autobahn 2 bei Peine drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden schwer verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Autobahn wurde am Montagmorgen ab Braunschweig-Watenbüttel in Fahrtrichtung Hannover voll gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet. Wie lange die Sperrung andauern sollte, war auch am Mittag noch nicht absehbar. „Es ist bis in die Nachmittagsstunden hinein mit Staus zu rechnen", sagte ein Polizeisprecher. Am Mittag wurde der Verkehr zwischen Peine und Hämelerwald inzwischen wieder zweispurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Nach ersten Erkenntnissen hatte zuerst ein Lastwagen nach einem Überholmanöver ein Stauende zu spät bemerkt und scharf abgebremst. Ein Lkw hinter ihm krachte in ihn hinein, auch ein Kleintransporter, der dahinter fuhr, konnte nicht mehr bremsen. In dem Transporter aus Polen starben beide Insassen. Aufgrund des Unfalls staute sich der Verkehr auf mehreren Kilometern.

Etwa eine Stunde später kam es am Stauende zu einem weiteren schweren Unfall. Vier Lastwagen kollidierten. Der Fahrer, der im letzten Lkw saß, starb noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Beteiligte wurden schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Lastwagen auf den Kleintransporter aufgefahren. Foto: Thomas Freiberg/dpa

Auf der Dauerbaustelle A2 kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, besonders an Stauenden. Häufig sind Lastwagen beteiligt. Die viel befahrene Ost-West-Trasse ist zwar auf dem gesamten niedersächsischen Abschnitt mit einer automatischen Verkehrsbeeinflussungsanlage ausgerüstet, die bei hoher Verkehrsdichte automatisch Tempo-Beschränkungen auf zum Beispiel 120 Stundenkilometer anzeigt. Die Ursache für viele Unfälle ist aber oft nicht überhöhte Geschwindigkeit, sondern Unachtsamkeit der Fahrer. 

Im vergangenen Jahr gab es auf dem niedersächsischen A2-Abschnitt 3538 Crashs, in mehr als die Hälfte waren Lastwagen verwickelt. Die Zahl der Lkw-Unfälle auf der A2 ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. (Weiterlesen: "Elfenbeauftragte" will nicht mehr auf der A2 helfen)


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