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Organisierte Einbrecherbanden Bedrohung durch organisierte Kriminalität in Niedersachsen bleibt konstant

Von dpa

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Hannover. In Niedersachsen haben Polizei und Staatsanwaltschaften im vergangenen Jahr 49 Ermittlungsverfahren wegen organisierter Kriminalität geführt.

Dies entsprach der Zahl der Verfahren aus dem Vorjahr, wie Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am Montag in Hannover mitteilten. In zwölf weiteren Verfahren ermittelten Bundesbehörden unter Leitung der niedersächsischen Staatsanwaltschaften. 

Besonders aktiv sind organisierte Banden beim Handel und Schmuggel von Drogen (29 Verfahren) und Eigentumsdelikten wie Ladendiebstahl, Planenschlitzen bei Lkws, Wohnungseinbrüchen und Geldautomatensprengungen (neun Verfahren). „Die Zahlen zeigen: Die organisierte Kriminalität steht für ein hohes Schadens- und Bedrohungspotenzial, dem wir uns offensiv stellen werden", sagte Pistorius.

Clankriminalität

Bereits im November 2017 hatten die Polizeibehörden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung mobiler Einbrecherbanden intensiviert.

Einen weiteren Schwerpunkt bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität in Niedersachsen bildet das Phänomen der Clankriminalität. Auch hier haben Polizei und Justiz ihre Kräfte gebündelt, um vermehrt gegen kriminelle Familiennetzwerke vorzugehen. So gab es nach Angaben des Innenministeriums im vergangenen Jahr 248 Einsätze im Zusammenhang mit kriminellen Clans, im Jahr davor waren es noch 143. 


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