Eco-Bus Vernetzte Kleinbus-Flotte läuft testweise im Harz

Von dpa

Mit dem Handy ordern: Der Eco-Bus wird derzeit im Harz erprobt. Foto:  Swen Pförtner/dpaMit dem Handy ordern: Der Eco-Bus wird derzeit im Harz erprobt. Foto: Swen Pförtner/dpa

Clausthal-Zellerfeld. Einen ersten kleinen Test in Bad Gandersheim hat „Ecobus“ schon hinter sich. Jetzt wird das von Göttinger Forschern entwickelte computer-gestützte Nahverkehrskonzept im Harz im größeren Stil erprobt.

Ab Samstag stehe für Clausthal-Zellerfeld und Osterode mit ihren Ortsteilen eine Flotte von zehn Kleinbussen bereit, teilte das Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation am Freitag mit. Zum Testgebiet gehören zudem St. Andreasberg, Wolfshagen, Lautenthal und Hahnenklee-Bockswiese.

Fahrgäste können in der Region ein halbes Jahr lang die vernetzten Kleinbusse nutzen und dazu ihre Transportwünsche über eine Handy-App, Internet oder Telefon anmelden. Ein von den Forschern entwickelter Algorithmus weist die Anfragen einem Fahrzeug zu, so dass verschiedene Fahrwünsche mit ähnlichem Start und Ziel kombiniert werden. Anders als beim Linienverkehr gibt es keine festen Routen und Fahrpläne. Fahrgäste werden an jedem gewünschten Ort abgeholt und umsteigefrei ans Ziel gebracht.

„Ecobus“ solle im ländlichen Raum eine flexible und günstige Mobilität ermöglichen, sagte Projektleiter Stephan Herminghaus nach Angaben einer Max-Planck-Sprecherin. Das Konzept sieht vor, dass flexibel eingesetzte Kleinbusse mit anderen Verkehrsträgern wie Linienbussen, Bahnen oder Taxis kombiniert werden. Nutzer sollen auch in entlegeneren Gegenden Fahrten buchen und ohne lange Wartezeiten und zum Preis eines Bustickets an ihr Ziel kommen können. „Ecobus“ ist Teil des EU-geförderten Südniedersachsen-Programms, mit dem die Landesregierung die strukturschwache Region wirtschaftlich voranbringen möchte. 


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