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Neuer Hausherr der Kathedrale Heinrich Silies wird Domdechant in Osnabrück

Heinrich Silies (rechts) ist von Bischof Franz-Josef Bode (links) zum Domdechanten in Osnabrück ernannt worden. Er übernimmt die Nachfolge von Heinrich Plock (Mitte) Foto: Hermann HaarmannHeinrich Silies (rechts) ist von Bischof Franz-Josef Bode (links) zum Domdechanten in Osnabrück ernannt worden. Er übernimmt die Nachfolge von Heinrich Plock (Mitte) Foto: Hermann Haarmann

Osnabrück. Domkapitular Heinrich Silies (70) ist vom katholischen Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode zum neuen Domdechanten in Osnabrück ernannt worden. Er wird am 23. September offiziell in sein Amt eingeführt.

Silies ist damit Nachfolger von Heinrich Plock (75), der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Der neue Domdechant stammt aus Emsbüren-Berge und war in Esterwegen, Lingen, Nordhorn und Bawinkel als Priester tätig. Von 2000 bis 2008 war er Personalreferent des Bistums Osnabrück. Silies ist auch Ansprechpartner für Missbrauchsopfer im Bistum Osnabrück. Als Domdechant übernimmt er den Vorsitz des jetzt sechsköpfigen Domkapitels . Der Domdechant - und nicht wie oft angenommen der Bischof - ist Hausherr der Osnabrücker Kathedralkirche und dort unter anderem für Bauarbeiten zuständig. Einem Domdechanten fallen zusammen mit dem Domkapitel wichtige Aufgaben zu, wenn ein neuer Bischof gewählt werden muss.

Bischof Bode sagte während eines Empfangs am Sonntagabend, die Verabschiedung von Plock sei ein einschneidendes Ereignis der jüngeren Bistumsgeschichte“. Plock sei mehrere Jahrzehnte unter anderem in den Bereichen Priesterausbildung, Liturgie und Ökumene verantwortlich gewesen. Bode dankte ihm für seine „kompetente, sensible und zurückhaltende, aber deutliche und klare Art“.

Noch offen ist eine weitere Personalie im Zusammenhang mit der Osnabrücker Bistumsleitung : Bisher steht nicht fest, wer neuer Weihbischof als Nachfolger von Theodor Kettmann wird. Seit dem 30. November 2011 ist Kettmann , der 33 Jahre im Amt war, offiziell im Ruhestand. Bis zur Amtsübernahme eines Nachfolgers führt er seinen Dienst im Bistum Osnabrück aber weiter.

Den Nachfolger ernennt der Papst. Bischof Bode hat dazu eine Liste mit drei Kandidaten aus dem Bistum Osnabrück, die er für besonders geeignet hielt, an den Vatikan geschickt. Aus dieser Liste wird Benedikt XVI. dann auswählen. Gerüchteweise werden unter anderem der Propst von St. Johann in Bremen, Martin Schomaker, und der Osnabrücker Dompfarrer Ulrich Beckwermert gehandelt. Wann der neue Weihbischof ernannt wird, ist nach Angaben von Bistumssprecher Hermann Haarmann noch offen. „Es ist damit zu rechnen, dass die Ernennung in diesem Jahr bekannt gegeben wird“, sagte Haarmann.


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