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Tief Oriana Sturmböen: Unwetterwarnung für die Region aufgehoben

Von Mareike Bader und Manuela Kanies

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Sturmböen und starker Regen: Im Landkreis Osnabrück, Emsland und in Delmenhorst steigt am Donnerstagabend die Unwettergefahr. Archivfoto: dpaSturmböen und starker Regen: Im Landkreis Osnabrück, Emsland und in Delmenhorst steigt am Donnerstagabend die Unwettergefahr. Archivfoto: dpa

Osnabrück. Das Ende der großen Hitze - fürs Erste. Am Donnerstagabend gab es eine Unwetterwarnung für die Region Osnabrück, Emsland und Delmenhorst. Doch die Gewitter und Stürme waren schnell vorbei.

Die Unwetterwarnungen für die Regionen Osnabrück, Emsland und Delmenhorst wurden am Donnerstagabend wieder aufgehoben. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor heftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen gewarnt. (Weiterlesen: Sturmeinsätze der Feuerwehr: Bahnstrecke bei Melle gesperrt)

Das betraf laut einer Vorabinformation des DWD vor allem die Westhälfte Deutschlands. Dort wurden auch einzelne orkanartige Böen und Tornados nicht ausgeschlossen. (Weiterlesen: Liveblog: Gewitterfront zieht über Deutschland – Zugausfälle)

Mit ein Grund dürfte die starke Höhenströmung sein. Sie sorgt dafür, dass lokal kurze Gewitter in schneller Frequenz aufeinander folgen können, erklärt Meteorologin Kristin Krone. "Der Regen wird nicht stundenlang auf einer Stelle stehen." Heftige Regengüsse wie in der Nacht zu Mittwoch in Hessen sind demnach unwahrscheinlich.

Bereits am Dienstag hatte die Meteorologin des DWD auf Anfrage auf das erhöhte Potenzial hingewiesen. Ebenso auf mögliche Sturmschäden durch Bäume. Denn durch die Trockenheit können Äste schneller abbrechen. "Die Bäume stehen voll im Laub, das bietet Angriffsfläche", erklärt die Meteorologin. 

Das Unwetter ist jedoch an das Sturmtief gebunden. "Das Tief Oziana zieht von Frankreich über Benelux nach Skandinavien", erklärt Krone. Im Nachgang kann es am Freitag und am Wochenende etwas stürmisch werden oder schauern. Die große Unwetterphase sei am Freitag jedoch abgeschlossen.

Temperaturen sinken am Freitag

Die Temperaturen sinken dann von 27 Grad am Donnerstag in der Region Osnabrück, Emsland und Delmenhorst auf 22 Grad am Freitag. "Man kann jetzt etwas durchlüften", sagt die Meteorologin.

In der Nacht zu Sonntag wird es sogar erstmals wieder einstellig. Dann kann es 9 Grad kalt werden. Es wartet aber keine Kältefront auf die Niedersachsen. Eine Hitzewelle mit 35 Grad und mehr sei zwar vorerst nicht in Sicht, erläutert Krone. Das Azorenhoch, das für die Hitze verantwortlich war, und das Hochdruckgebiet über Russland sind jedoch noch nicht ganz weg. "Diese Hochdruckbrücke kann sich jederzeit reaktivieren", erklärt Krone. Schließlich sei immer noch Hochsommer.

Die Temperaturen steigen Anfang der Woche leicht. Am Sonntag soll es schon 25 Grad, am Montag 27 Grad geben. Es bleibt also beim Ausblick: "Man kann noch nicht den Herbst ankündigen." 


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