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Bei Wildeshausen Klimaanlage defekt? Kinder kollabieren in Reisebus auf A1

Von dpa und PM

Zehn Kinder mussten am Montagabend ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem in einem Reisebus auf der A1 die Klimaanlage ausgefallen war. Foto: NonstopnewsZehn Kinder mussten am Montagabend ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem in einem Reisebus auf der A1 die Klimaanlage ausgefallen war. Foto: Nonstopnews

Wildeshausen. Zehn Kinder kollabierten in einem Reisebus auf der Autobahn 1 bei Wildeshausen. Ob die Klimaanlage kaputt war, ist noch unklar.

Zehn Kinder sind in einem Reisebus auf der Autobahn 1 kollabiert. Sie kamen zwischenzeitlich in ein Krankenhaus. Das teilte ein Sprecher der Feuerwehr Oldenburg am Dienstag mit. Bei den in eine Kinderklinik transportierten Teilnehmern des Tagesausflugs in einen Vergnügungspark habe es sich um Elf- und Zwölfjährige gehandelt. Der Vorfall endete glimpflich: „Die Kinder konnten noch in der Nacht das Krankenhaus verlassen", sagte eine Sprecherin der Klinik in Oldenburg am Morgen.

Klimaanlage laut Besitzer des Busses nicht defekt

Ursache des Vorfalls könnte eine defekte Klimaanlage gewesen sein, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Doch der Besitzer des Busses widersprach: „Der Bus ist drei Monate alt", sagte er. „Ich glaube nicht, dass die Klimaanlage defekt war, das wird jetzt in Absprache mit der Polizei von der Dekra untersucht."



Kinder klagen über Unwohlsein aufgrund der Hitze

Der Bus mit rund 100 Menschen an Bord war am Montagabend in der Nähe von Wildeshausen im Landkreis Oldenburg unterwegs. Einige der Teilnehmer hätten über „hitzebedingtes Unwohlsein" geklagt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Der Bus musste daraufhin auf einem Rastplatz anhalten, die Feuerwehr wurde alarmiert. Rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten seien mit insgesamt etwa 25 Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligt gewesen, sagte der Feuerwehrsprecher.

Die Gruppe war mit dem Doppeldeckerbus und Kleinbussen auf dem Rückweg von einem Tagesausflug zum Heide-Park in ein Zeltlager. Insgesamt wurden laut Polizei 126 Menschen betreut, darunter 105 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren, 20 Betreuer und der Busfahrer. Zunächst war von Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren die Rede gewesen. 

Mit 25 Fahrzeugen waren 60 Einsatzkräfte vor Ort und betreuten die Kinder und Jugendlichen. Foto: Nonstopnews


Der Rest der Reisegruppe setzte die Fahrt zum Zeltplatz nach Langwege fort. Dafür wurde ein Ersatzbus angefordert, da eine Fehlfunktion der Klimaanlage im Doppeldeckerbus nicht ausgeschlossen werden konnte. 

Vom Zeltplatz mussten im Laufe des Abends drei weitere Personen aufgrund hitzebedingter Erschöpfungszustände mit Rettungswagen in Krankenhäuser gefahren werden. Der Einsatz war laut Polizei erst Dienstagnacht gegen 2 Uhr beendet. 


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