Heldentat auf A1 bei Lohne Busfahrer kollabiert – 35-Jähriger hält Bus mit Kindern an

Ein Busfahrer kollabierte am Sonntag auf der A1 hinterm Steuer. Ein 35-Jähriger erkannte die gefährliche Situation rechtzeitig und brachte den Bus mit Kindern und Jugendlichen zum Stehen. Symbolfoto: Nicolas Armer/dpaEin Busfahrer kollabierte am Sonntag auf der A1 hinterm Steuer. Ein 35-Jähriger erkannte die gefährliche Situation rechtzeitig und brachte den Bus mit Kindern und Jugendlichen zum Stehen. Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa

kan/pm Osnabrück. Ein Busfahrer ist am Sonntag auf der A1 zwischen Vechta und Lohne hinterm Steuer kollabiert. Ein 35-Jähriger erkannte die gefährliche Situation rechtzeitig und brachte den Bus mit Kindern und Jugendlichen zum Stehen. Der Mann verhinderte durch sein Eingreifen einen schweren Unfall.

Dank seines beherzten Einsatzes wurde ein 35-jähriger Mann zum Helden: 84 Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen waren mit ihren Betreuern im Rahmen einer Ferienfreizeit in zwei Bussen auf der A1 unterwegs, als einer der Busfahrer plötzlich hinter dem Steuer zusammenbrach. Zuvor hatte er ein Stauende zwischen Vechta und Lohne/Dinklage erkannt und lenkte den Bus bereits mit geringer Geschwindigkeit nach rechts auf den Standstreifen. Dabei geriet der Bus in die Seitenschutzplanke, so die Polizei.

Ersthelfer versorgen Busfahrer

Während dieses Manövers hatten aufmerksame Busreisende bemerkt, dass der 64-jährige Fahrer kollabiert und zur Seite gerutscht war. Ein 35-Jähriger reagierte schnell und brachte den Bus auf dem Standstreifen zum Stehen. Anschließend betätigte er den Notausschalter.

Andere Businsassen riefen den Rettungsdienst. Ersthelfer, die hinter dem Bus gefahren waren, kümmerten sich laut Polizei um den Fahrer. Der zweite Bus, der zum Ausflug gehörte, hielt ebenfalls auf dem Standstreifen an.

Fahrt wurde später fortgesetzt

Kurze Zeit später trafen auch Rettungswagen und Notarzt an der Unfallstelle ein. Die beiden Busse wurden durch den Fahrer des zweiten Busses zum Motorpark Lohne gebracht. Dort betreuten Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams die Kinder und Jugendlichen. Gegen 20 Uhr setzte die Reisegruppe nach Eintreffen eines Ersatzfahrers ihre Fahrt fort.

Dank des schnellen Eingreifens der Ersthelfer und der Rettungskräfte wurde der Busfahrer stabilisiert und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Am Bus entstand durch das Touchieren der Seitenschutzplanke ein Schaden von 5.000 Euro.

Während der Bergungs- und Rettungsarbeiten war der Hauptfahrstreifen in Richtung Osnabrück kurzfristig gesperrt. Es kam jedoch nicht zu bedeutsamen Verkehrsbeeinträchtigungen.


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