Aktivisten wollen informieren Umweltschützer starten Floßtour gegen Fleischproduktion

Von epd

Unter dem Motto „Wald statt Wurst“ haben die Aktivisten ihre Floßfahrt gestartet. Foto: Holger Hollemann/dpaUnter dem Motto „Wald statt Wurst“ haben die Aktivisten ihre Floßfahrt gestartet. Foto: Holger Hollemann/dpa

Hannover/Bremen. Aktivisten der Umweltschutz-Organisation „Robin Wood“ haben am Freitag in Hannover eine Floßtour gestartet, mit der sie gegen die Massenproduktion von Fleisch protestieren wollen.

Unter dem Motto „Wald statt Wurst - Tierproduktion drastisch reduzieren“ wollen sie am Wochenende zunächst an verschiedenen Stellen in der Landeshauptstadt über das Thema informieren. Am Montag fahren sie dann über den Mittellandkanal weiter Richtung Minden.

Drei Wochen unterwegs

Über die Weser führt die Tour mit dem Floß „Robina Wald“ nach Angaben der Organisatoren dann nach drei Wochen bis nach Bremen. Ziel sei es, den Menschen entlang der Strecke die ökologischen Folgen der Fleischproduktion bewusstzumachen. So würden viele Tiere mit Soja gefüttert, für dessen Anbau in Südamerika großflächig Tropenwald zerstört werde. Niedersachsen setze überdies weiterhin auf den Ausbau der Tierindustrie, statt eine dringend nötige ökologische Kehrtwende in der Landwirtschaft einzuleiten.

„Mit unserer Tour wollen wir mehr Menschen über die Zusammenhänge informieren, damit der Druck auf Tierindustrie und Politik wächst, radikal umzusteuern“, sagte Lena Cohen, Mitglied der Floß-Crew. In Deutschland führten die Stickstoff-Emissionen aus der Tierproduktion dazu, dass zwei Drittel der Wälder inzwischen geschädigt seien und mit ihnen eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.

Ein Zeichen gegen die „EuroTier“

„Viele beißen in Wurst und Schnitzel und ahnen nicht, welche Waldschäden die massenhafte Produktion von Schweinen, Hühnern und Rindern bei uns und in den Tropen verursacht“, erläuterte Cohen. Die Protestfahrt solle auch ein Zeichen setzen gegen die weltweit größte Messe für Tierproduktion „EuroTier“, die vom 13. bis 16. November in Hannover geplant ist. Die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen als Anteilseigner der Messegesellschaft sollten die Kooperation mit „EuroTier“ beenden, forderte „Robin Wood“.


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