Viel trinken, Schatten suchen Land warnt Niedersachsen vor Folgen der Hitzewelle

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Wer wie dieser Bauarbeiter in Hannover schon draußen arbeiten muss, sollte sich regelmäßig abkühlen, rät das Landesgesundheitsamt. Foto: dpaWer wie dieser Bauarbeiter in Hannover schon draußen arbeiten muss, sollte sich regelmäßig abkühlen, rät das Landesgesundheitsamt. Foto: dpa

Hannover. Angesichts der anrollenden Sonnenwoche warnt Niedersachsens Landesgesundheitsamt vor gesundheitlichen Problemen der Dauerhitze. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen.

Angesichts der H itzewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Niedersachsen rufen Gesundheitsministerium und Landesgesundheitsamt die Bevölkerung zur Vorsicht auf. „Vor allem ältere Menschen und Kinder bemerken die Folgen wie Hitzestau und Flüssigkeitsmangel häufig nicht rechtzeitig und sind besonders gefährdet“, erklärt das Gesundheitsministerium in Hannover. Für sie gilt mehr als noch für andere Menschen: Viel (alkoholfreies) trinken, selbst wenn man gar keinen Durst hat. Denn Schwitzen ist eine effektive Art, den Körper zu kühlen. Doch schwitzen kann nur, wer auch genug Wasser intus hat.

Warme Nächte belasten besonders

Roland Suchenwirth, Umweltmediziner am Landesgesundheitsamt, warnt vor den Folgen der bis mindestens Freitag anhaltenden Hitzeperiode., Denn anders als noch in den vergangenen Wochen erwarten die Meteorologen nicht nur heiße Tage, sondern auch warme Nächte. Dadurch steigt die Belastung für den Körper auch in der nächtlichen Erholungsphase.

Kinder nicht in parkende Autos

Suchenwirth gibt auch andere Tipps: Tätigkeiten und körperliche Belastungen wie Sport sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Wer nach draußen muss, sollte den Schatten suchen, lockere (Baumwoll-)Kleidung in hellen Farben und Sonnenhut und -Brille tragen. Kühle Duschen, Bäder und Fußbäder sind willkommen. Kinder und geschwächte Personen gehören nicht ins parkende Auto – selbst für kurze Zeit.

Mehr Hitze, mehr Tote

Tatsächlich können Hitzewellen mitunter tödlich sein: Untersuchungen in den süddeutschen Ländern Bayern, Baden-Württemberg sowie in der Stadt Frankfurt am Main legen Zusammenhänge zwischen dauerhaften Hochsommerwetter und zunehmenden Todesfällen nahe. „Aktuelle Zahlen für Niedersachsen gibt es nicht“, sagt Suchenwirth. Doch klar sei, dass die Hitze gerade Kinder, Ältere und kranke Menschen besonders belaste. Auch ist die Belastung in Großstädten in der Regel höher, da die innerstädtischen Temperaturen in der Regel um mehrere Grad Celsius höher liegen als im ländlichen Raum. Vor einigen Wochen hatten Forscher wegen der Klimawandels bereits vor wachsenden Hitzeproblemen in Norddeutschlands Städten gewarnt. Solche Warnungen kannte man bisher eher aus süddeutschen Städten und Metropolen in Kessellage.

Wer unterm heißen Dach lebt, sollte sich für die Nacht ein kühles Plätzchen zum Schlafen ergattern. Auch der Keller eigne sich gut, rät Suchenwirth.


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