Landgericht Oldenburg: Kein Tatverdacht Verfahren gegen Polizisten nach Unfalltod in Rastede eingestellt

Von dpa

Das Landgericht Oldenburg hat ein Verfahren gegen zwei Polizisten eingestellt. Symbolfoto: Michael GründelDas Landgericht Oldenburg hat ein Verfahren gegen zwei Polizisten eingestellt. Symbolfoto: Michael Gründel

Oldenburg. Nach dem Unfalltod eines 23-Jährigen hat das Landgericht Oldenburg ein Hauptverfahren gegen zwei Polizisten abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft hatte die beiden Männer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft hatte die beiden Männer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der 1. Großen Strafkammer zufolge fehlt aber ein erforderlicher hinreichender Tatverdacht. Den Beschluss vom Freitag teilte das Landgericht am Montag mit.

Noch ist die Entscheidung des Landgerichts aber nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft kann sie anfechten. Eine Sprecherin der Anklagebehörde sagte, dass der Beschluss geprüft werden soll. Noch habe die Staatsanwaltschaft die offizielle Entscheidung der Strafkammer aber nicht bekommen. Nach dem Erhalt hat sie eine Woche Zeit, um eine Beschwerde einzulegen.

Vor dem Unfalltod hatten die Beamten Mitte November den jungen Mann betrunken auf einem Supermarkt-Parkplatz abgesetzt. Knapp eine Stunde später war er von einer Autofahrerin auf einer Kreisstraße in Rastede angefahren worden und gestorben. Zuvor wollten die beiden Polizisten den Mann eigentlich mit dem Streifenwagen nach Hause fahren, unterwegs wurden sie aber zu einem Einsatz gerufen und setzten den 23-Jährigen ab.


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