Otte-Kinast setzt auf die EU Weideprämie für Niedersachsen kommt bestenfalls 2021

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Barbara Otte-Kinast (rechts) im Stall von Bertraud (3. v.re.) und Hilmar (3. v. re.) Schulte. Foto: WieschemeyerBarbara Otte-Kinast (rechts) im Stall von Bertraud (3. v.re.) und Hilmar (3. v. re.) Schulte. Foto: Wieschemeyer

Rhauderfehn. Milchviehbetriebe und Weidehalter im Nordwesten Niedersachsens drängen nach dem Wegfall der Ausgleichszulage auf einen Ersatz für die Bewirtschaftung von Grünland. Eine solche Weideprämie wird aber bis auf Weiteres nicht kommen.

In der Debatte um eine Weideprämie für Niedersachsen hat Agrarministerin Barbara Otte-Kinast Hoffnungen auf einen schnellen Ersatz für die weggefallene Ausgleichszulage (AGZ) gedämpft. Eine Prämie werde es „nicht vor 2021 geben“, sagte die CDU-Politikerin am Freitag beim Besuch des Milchviehbetriebs von Hilmar Schulte im ostfriesischen Rhauderfehn. Grund: Otte-Kinast will Geld aus der 2021 beginnenden neuen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) für die Weidehaltung freischaufeln. Sie wolle sich dafür stark machen, sagte Otte-Kinast.

Ein Ersatz der von der Vorgängerregierung gekippten AGZ aus niedersächsischen Kassen sei nicht finanzierbar. „Auf Landesebene haben wir das Geld nicht“, sagte die Ministerin. Ostfrieslands Landvolkpräsident Manfred Tannen beziffert die Einnahmeeinbußen durch den Wegfall der AGZ allein für Ostfriesland auf 3,5 Millionen Euro. Otte-Kinasts Amtsvorgänger Christian Meyer (Grüne) hatte die AGZ gekippt, als Ausgleich dazu aber eine millionenschwere Prämie für auf der Weide gehaltene Kühe und Schafe versprochen. Nach Protesten aus der Landwirtschaft über die Streichung hatte die Ministerin angekündigt, andere Finanzierungswege zu prüfen.


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