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41 Kinder betroffen Ursache für Massenerkrankung in Ferienanlage am Dümmer weiter unklar

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Zahlreiche Rettungskräfte sind am Donnerstag zu der Jugend- und Freizeiteinrichtung am Dümmer See in Damme gerufen worden. Foto: NWM-TVZahlreiche Rettungskräfte sind am Donnerstag zu der Jugend- und Freizeiteinrichtung am Dümmer See in Damme gerufen worden. Foto: NWM-TV

Damme. Nachdem 41 Kinder einer Gruppe aus Rheinland-Pfalz, die in einer Freizeiteinrichtung in Damme am Dümmer See untergebracht waren, am Donnerstag an Brechdurchfall erkrankt sind, ist die Ursache der Massenerkrankung auch am Freitagnachmittag noch unklar. Die Auswertung von Blut- und Stuhlproben dauert an.

Wie es vom Landkreis Vechta am Freitagnachmittag hieß, wird frühestens am Sonntag mit Untersuchungsergebnissen gerechnet. „Das derzeitige Bild deutet jedoch auf eine Infektionskrankheit hin", teilt der Landkreis in einer Mitteilung mit. Man müsse jedoch das Ergebnis abwarten.

Einige Kinder bereits auf Heimweig

Am Donnerstag sind gegen 17 Uhr Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zu der Jugend- und Freizeiteinrichtung am Dümmer See gerufen worden. Kinder einer Ferienfreizeitgruppe aus Rheinland-Pfalz klagten über Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Nachdem zunächst von 32 Betroffenen die Rede war, stieg die Zahl auf 41 an. Die betroffenen Kinder sind im Schnitt 14 Jahre alt. Sie sind in Krankenhäuser nach Vechta, Lohne, Damme, Ostercappeln, Bramsche, Diepholz und Osnabrück gebracht worden. Allerdings ist laut dem Landkreis kein Kind ernsthaft gefährdet. Inzwischen konnten einige von ihnen das Krankenhaus bereits wieder verlassen und befinden sich auf dem Heimweg.

Weitere Kinder klagten über Nacht noch über die gleichen Symptome. Sie mussten jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Einrichtung desinfiziert

Zum Zeitpunkt des Einsatzes hielten sich rund 120 Menschen in der Jugend- und Freizeiteinrichtung auf. Die nicht erkrankten Gäste bleiben zunächst dort. In Begleitung der Gesundheitsaufsicht des Kreisgesundheitsamtes sind in dem Gebäude umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt worden.


Gruppe in Südthüringen an Norovirus erkrankt

Zu einem ähnlichen Vorfall war es zuvor in einer Ferienanlage im südthüringischen Rauenstein (Kreis Sonneberg) gekommen. Dort hatten sich 45 Schüler und Betreuer mit dem Norovirus infiziert, darunter auch Kinder aus Frankfurt. Ein Klinikum in Coburg (Bayern) habe den Verdacht bestätigt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Sonneberg. Die Erkrankten hatten zuvor über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall, teils auch über Fieber und Kreislaufprobleme geklagt. (Mit dpa)


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