In Oldenburg Altes Soldatenkino soll 2020 mit Charme der 50er Jahre neu starten

Von dpa

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Das Gründungsmiglied zur Rettung des Globe-Kinos, Michael Olsen, sitzt zwischen der Bestuhlung im Vorführsaal des Kinos, einem ehemaligen Truppenkino. Foto: dpaDas Gründungsmiglied zur Rettung des Globe-Kinos, Michael Olsen, sitzt zwischen der Bestuhlung im Vorführsaal des Kinos, einem ehemaligen Truppenkino. Foto: dpa

Oldenburg. Nach 30 Jahren Leerstand sollen in einem alten Oldenburger Soldatenkino der britischen Armee 2020 wieder die Lichter angehen. Die Kulturgenossenschaft Globe hat das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1954 einem Investor abgekauft, in zwei Jahren ist die Neueröffnung geplant.

„Nach langem Dornröschenschlaf soll das Kino mit dem Charme der 50er Jahre wieder erstrahlen“, sagte Nicola Haßold-Piezunka vom Vorstand der Genossenschaft am Mittwoch. Möglich seien Konzerte, Theater, besondere Filme, Tanzfeste und Lesungen.

Bis zum Kauf am Montag musste die erst gut ein Jahr junge Initiative von elf Mitgliedern etliche Hürden überwinden. Dazu zählten die Finanzierung, ein umfangreiches Sanierungskonzept und die Bewältigung baurechtlicher Vorschriften, sagte Haßold-Piezunka. Zeitweise sei die Frage nach ausreichend Parkraum für Besucher das größte Hindernis gewesen. „Ohne Parkplätze gäbe es Deutschland wahrscheinlich gar nicht“, sagte sie.

Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Inzwischen stellen 540 Mitglieder ein Kapital von 280.000 Euro – weiteres Geld wird dringend für die Sanierung benötigt. Die Gesamtkosten einschließlich des Grundstückkaufs werden mit 1,74 Millionen Euro veranschlagt. Verschiedene Einrichtungen wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sollen das Projekt nach weiteren Angaben unterstützen.

Wo einst englische Soldaten ihre Abende verbrachten, soll in den nächsten Jahren ein Kulturzentrum für Kino-, Musik-, und Theaterveranstaltungen entstehen. Foto: dpa

Das Globe gilt als das letzte sanierungsfähige der ehemals 28 britischen Truppenkinos auf deutschem Boden. Der Theater- und Kinosaal mit Orchestergraben und 404 Zuschauerplätzen diente früher Soldaten der britischen Armee und ihren Familien zur Unterhaltung. Die Briten nutzten den mondänen Bau allerdings nur drei Jahre bis zu ihrem Abzug 1957. Danach übernahm die Bundeswehr die Liegenschaft bis 1990. Anschließend war das Gebäude verwaist.


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