Dienstwagenflotte in Niedersachsen Dieselskandal erreicht Autos der Regierung

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Dienstwagen der niedersächsischen Landesregierung. Foto: dpaDienstwagen der niedersächsischen Landesregierung. Foto: dpa

Hannover. Das Faible der Landesregierung für Audi-Diesel hat in Zeiten des Dieselskandals Folgen: Neun Staatssekretärs-Dienstwagen müssen wegen Schummelsoftware in die Werkstatt.

Der Fuhrpark der Landesregierung gerät in den Sog der Dieselaffäre. Bei neun von zwölf Dienstwagen vom Typ Audi A6 der niedersächsischen Staatssekretäre wurden „Unregelmäßigkeiten entdeckt“, teilte das Wirtschaftsministerium auf Nachfrage der Grünen mit. Diese machten ein Software-Update erforderlich, räumte die Landesregierung ein. Wann der Rückruf wegen der Schummelsoftware erfolgt, sei noch offen.

Audi soll in den USA und Europa von 2009 an rund 220 000 Dieselautos mit Schummelsoftware verkauft haben. Wegen der Abgastricksereien hatte Audi bereits 2,25 Milliarden Euro zurückstellen müssen.

Der Grünen-Abgeordnete Stefan Wenzel rügte die Antwort. Es handele sich nicht um Unregelmäßigkeiten, „sondern um Betrug des Herstellers“, sagte er. Die Beschönigung müsse enden, zumal nach Wenzels Ansicht auch die A-8-Spitzenmodelle der Minister teils ein Vielfaches der angegebenen Schadstoffmengen ausstießen.

Wie die Staatssekretäre in der Rückrufzeit unterwegs sein werden, ließ das Ministerium offen. Auf die Frage, ob Diensträder, Carsharing oder Bahntickets zum Einsatz kommen, hieß es zur Antwort lediglich: „Die Mobilität der Staatssekretärinnen und Staatssekretäre wird weiterhin gewährleistet sein.“


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