Tipps von der Polizei Einbruchschutz: So können Sie beruhigt in den Urlaub fahren

Von pm/hdw

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Am 28. Juni beginnen in Niedersachsen wieder die von vielen lang ersehnten Sommerferien. Nicht nur Familien haben sich das Datum im Kalender notiert, auch für Einbrecher beginnt eine vielversprechende Zeit. Die Polizeidirektion Osnabrück gibt Tipps zum Einbruchschutz. Symbolfoto: Polizeiliche KriminalpräventionAm 28. Juni beginnen in Niedersachsen wieder die von vielen lang ersehnten Sommerferien. Nicht nur Familien haben sich das Datum im Kalender notiert, auch für Einbrecher beginnt eine vielversprechende Zeit. Die Polizeidirektion Osnabrück gibt Tipps zum Einbruchschutz. Symbolfoto: Polizeiliche Kriminalprävention

Osnabrück. Am 28. Juni beginnen in Niedersachsen wieder die von vielen lang ersehnten Sommerferien. Nicht nur Familien haben sich das Datum im Kalender notiert, auch für Einbrecher beginnt eine vielversprechende Zeit. Die Polizeidirektion Osnabrück gibt Tipps zum Einbruchschutz.

Leerstehend wirkende Häuser und Wohnungen wecken das Interesse von Langfingern und werden aufmerksam beobachtet. Der Test an der Haustür gibt Aufschluss, ob auf Klingeln oder Klopfen reagiert wird und entscheidet darüber, ob die Gelegenheit für einen Einbruch günstig ist, sagt Sprecherin Nadine Kluge-Gornig von der Polizeidirektion Osnabrück. „Dabei reichen oft schon kleine Vorkehrungen, um Langfinger abzuschrecken, damit am Ende einer schönen Reise nicht das böse Erwachen kommt oder die Reise deswegen sogar abgebrochen werden muss.“

Vorsicht mit sozialen Medien

Auch wenn der Urlaub mit Vorfreude erwartet wird und Bilder und Ziele mit Freunden geteilt werden sollen, gilt es, vorsichtig zu sein: „Seien Sie vorsichtig beim Posten von Urlaubsbildern und Informationen in sozialen Netzwerken. Denn nicht nur die echten Freunde können diese Nachrichten lesen, sondern auch potenzielle Einbrecher, die gerade Social Media zunehmend als Informationsquelle nutzen“, so Kluge-Gornig. „Wenn Sie auf einen Urlaubsgruß per Facebook nicht verzichten möchten, gehen Sie sensibel mit der Veröffentlichung von persönlichen Inhalten um und bedenken Sie: Einbrecher machen gern Urlaub zu Hause – Hauptsache nicht in Ihrem.“

Schwachstellen ausfindig machen

Vor der Reise können bereits Schwachstellen am und im Haus ausfindig gemacht werden. Gerade Balkone, Terrassen oder auch Kellereingänge, die nicht für jedermann einsehbar sind, bieten eine gute Voraussetzung für kriminelle Handlungen. Damit Einbrecher erst gar nicht in die eigenen vier Wände eindringen können, sollten Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern nicht in der Nähe von Fenstern und Balkonen stehen, um den Einstieg nicht noch zu erleichtern. Zusätzliche mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern führen zu einem höheren Kraftaufwand, wodurch ein Einbrecher schneller vom Objekt ablässt und sind deshalb eine gute Investition. Durch staatliche Förderungen werden Modernisierungsmaßnahmen rund um den Einbruchschutz bezuschusst. Auch Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend: Programmierte Zeitschaltuhren, die die Räume mit Licht zur dunkleren Tageszeit erhellen sind ebenso nützlich, wie Beleuchtung an einbruchsgefährdeten Bereichen um das Haus herum, bspw. in Form von Bewegungsmeldern.

Wachsame Nachbarn

Ein „wachsamer Nachbar“ gehört immer noch zum effektivsten aktiven Einbruchschutz. Eine Vertrauensperson kann gebeten werden, Jalousien über Tag hochzuziehen und bei Nacht herunterzu-lassen oder auch den Briefkasten zu leeren. Diese sollte auch über die Sicherheitsmaßnahmen, wie ein programmiertes Hifi-Gerät, im Vorfeld informiert werden. So erweckt es den Eindruck, dass die Anwohner im Haus sind. Gleichzeitig bittet die Polizei alle, ein besonderes Auge auf ihr Wohnumfeld zu haben. Greifen Sie zum Telefonhörer, wenn sie Personen oder Fahrzeuge beobachten, die sich in der Nähe ihres Hauses oder in der Nachbarschaft aufhalten und sich verdächtig verhalten. Achten Sie auf unüblichen Lärm oder Geräusche und teilen Sie Ihre Hinweise über den Notruf 110 mit. „Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und benachrichtigen Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt“, so Kluge-Gornig abschließend.

Tipps der Polizei:

  • Schließen Sie Ihre Haustür ab, wenn Sie Ihr Haus verlassen, auch wenn es nur kurzzeitig ist.
  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen - Einbrecher finden jedes Versteck!
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer näheren Wohnumgebung. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, die Einbrecher für ihre Zwecke nutzen können.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung auch bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck macht.
  • Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn Telefonnummern aus, damit Sie für den Notfall erreichbar sind.
  • Gehen Sie sensibel mit der Veröffentlichung von persönlichen Daten und Informationen über die sozialen Netzwerke um.
  • Einbrecher machen keinen Urlaub.

Weitere nützliche Tipps sind in diesem Zusammenhang auch auf der Präventionsseite des ProPK und bei den Präventionsteams in den Polizeiinspektionen erhältlich. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über den Einbruchschutz bewusst zu werden, damit Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen können und die Erholung noch lang anhält.


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